Heimspiel gegen einen starken Aufsteiger

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen des TSV Ottobeuren empfangen am Samstag die SG Biessenhofen-Marktoberdorf II. Warum Cheftrainerin Freymann mahnende Worte an ihr Team richtet.

Ottobeuren  Die Handballerinnen des TSV Ottobeuren (TSVO; Spitzenreiter/23:1 Punkte) treffen am Samstag in der heimischen Dreifachsporthalle auf die SG Biessenhofen-Marktoberdorf II (Vierter/15:9 Zähler). Der Anwurf des Bezirksoberliga-Duells ist für 17.45 Uhr vorgesehen.

  • Biessenhofen stellt eine starke Abwehr

Die Oberliga-Reserve der SG Biessenhofen-Marktoberdorf ist nach zwölf Spielen die einzige Mannschaft, gegen die die Ottobeurerinnen im bisherigen Saisonverlauf nicht gewinnen konnten. Am zweiten Spieltag – beim 25:25-Remis – teilten die beiden Kontrahenten die Punkte. Grundsätzlich stellt die SG ein routiniertes und kampfstarkes Team, das „in vielen Phasen des Spiels sehr abgeklärt agiert“, wie es Thomas Lang formuliert. Der Co-Trainer der Ottobeurer Frauen ergänzt: „Das Prunkstück der SG ist die Defensive.“ Im Angriff ragt bei den Gästen Sabrina Weiss heraus. Mit durchschnittlich acht Toren pro Match ist sie die mit Abstand treffsicherste Werferin beim nächsten Gegner des TSVO. Neben Weiss zählen insbesondere Julia Ender und Melanie Sauter zu den auffälligsten Offensivkräften im Team von Trainer Wolfram Czernoch.

  • Ottobeuren will technische Fehler reduzieren

Beim jüngsten 28:21-Heimerfolg im Nachholspiel gegen Pullach tat sich Tabellenführer Ottobeuren mitunter ziemlich schwer. Zur Halbzeit-Pause lautete der Zwischenstand lediglich 13:13, was in der Kabine der Gastgeberinnen eindringliche Worte zur Folge hatte. Cheftrainerin Bettina Freymann fordert von ihren Spielerinnen nun – umso mehr – volle Konzentration. Sie mahnt: „So viele technische Fehler wie gegen Pullach dürfen wir uns gegen den erfahrenen Aufsteiger aus Biessenhofen nicht erlauben. Das würde bestraft werden.“ Die kampfstarke SG sei in der Lage, „praktisch jeden Rückstand aufzuholen. Die SG gibt keine Partie verloren.“ Wie bereits in der Vergangenheit, haben die Ottobeurerinnen auch in der zurückliegenden Trainingswoche Torabschlüsse trainiert. In diesem Bereich wollen sie ihre Effizienz weiter steigern. Freymann und Lang sagen unisono: „Außerdem soll unser schnelles Umschaltspiel wieder so gut funktionieren wie in der Hinrunde.“ Der nach Punkten überragende Spitzenreiter aus Ottobeuren muss am Samstag ohne vier Akteurinnen auskommen: Franziska Dittmann fehlt krankheitsbedingt und Amanda Zängerle studienbedingt. Aus privaten Gründen sind Francesca Holland und Linda Tschugg nicht mit von der Partie. (dp)

Die Frauen des TSVO wollen gegen Biessenhofen II mit folgendem Kader antreten: Torhüterinnen Laura Renger und Jessica Hecker – Feldspielerinnen Melanie Würsig, Carolin Knittl, Bianca Willner, Andela Vokic, Katharina Fries (?), Anna Hofferek, Romana Albrecht, Lena Seefelder, Sabrina Drechsler, Lea Zubac, Deliah Abraham, Emily Hackl, Lena Hölzle und Lisa Haggenmüller. (dp)