Der 33:32-Erfolg der TSVO-Handnaller im Topspiel gegen Friedberg bedeutet den siebten Sieg im siebten Heimspiel. Ein Ottobeurer Spieler erzielt dabei stolze 15 Tore.
Ottobeuren Im Foyer der Ottobeurer Dreifachsporthalle haben sich an diesem Abend Dutzende Handball-Interessierte um einen Fernseher herum versammelt. Gebannt verfolgen sie alle die Schlussminuten des EM-Spiels zwischen Deutschland und Serbien, das gerade live im TV übertragen wird. Als die 27:30-Niederlage der Deutschen feststeht, sind die Fans enttäuscht, doch sie haben einen guten Trost: Kurz zuvor haben sich die meisten unter ihnen – die Gäste-Zuschauer mal ausgenommen – über einen wichtigen 33:32 (16:14)-Heimsieg des TSV Ottobeuren (TSVO) gegen den TSV Friedberg gefreut. Durch diesen Erfolg haben die Ottobeurer Oberliga-Männer ihre gute Position im Aufstiegsrennen weiter gestärkt: Mit 20:4-Punkten belegen sie nun den zweiten Tabellenplatz.
Zum Spiel: In der Anfangsphase sind die giftiger wirkenden Friedberger das bessere Team. Sie wissen genau: Nur mit einem Sieg gegen den direkten Kontrahenten TSVO können sie doch noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen. Und so führen die Gäste in der 19. Minute mit 10:8. Die daraufhin von Ottobeurens Cheftrainer Gerd Römer (58) beantragte Auszeit setzt bei den Unterallgäuern sofort eine Leistungssteigerung in Gang: Im ersten Spiel nach der Winterpause kommen sie nun spürbar in Schwung, sie zeigen flüssige Kombinationen und überzeugen mit konsequenten Torabschlüssen. Zur Pause führen sie 16:14.
Machen wir einen Sprung in die 50. Minute: Als der 19-jährige Moritz Schneider auf 29:25 für den TSVO erhöht, deuten alle Zeichen auf einen Heimsieg hin. Wenngleich die Partie für Tim Kaulitz wegen einer ausgekugelten Schulter kurz zuvor bereits vorzeitig beendet ist. „Tims Verletzung hat für einen kleinen Bruch in unserem Spiel gesorgt“, räumt Trainer Römer nach der Begegnung ein. Doch trotz des Vier-Tore-Vorsprungs der Hausherren wird die Angelegenheit noch einmal sehr spannend. Denn zwei Minuten vor Schluss gleichen die Friedberger zum 30:30 aus. Letztendlich aber feiern die Gastgeber einen verdienten 33:32-Sieg. Nach dem Match sagt Gerd Römer: „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut dagegen gehalten.“ Alles in allem sei es jedoch ein „schweres Spiel“ gewesen. (dp)
→ Ihr nächstes Match bestreiten die Ottobeurer am kommenden Samstag, 24. Januar: Dann gastieren sie beim Drittletzten der Tabelle, dem TSV Sauerlach. Die Partie beginnt um 18 Uhr. (dp)
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So haben sie gespielt
- Ergebnis: TSV Ottobeuren – TSV Friedberg 33:32 (16:14).
- Kader TSVO: Torhüter Lukas Hoffmann, Daniel Lazlo – Feldspieler Luca Kaulitz (2 Tore), Fabian Nägele (1), Lukas Haug, Jonas Keidler, David Willert (4), Moritz Schneider (3), Sven Osterrieder, Tim Kaulitz (4), Daniel Whyte (2), Alexander Rogg, Félix Füry (15 Tore/davon 8 Siebenmeter), Philip Esslinger, Jakob Mayer (2) und Felix Hegemann.
- Schiedsrichter: Julian Beinlich und Rene Finsterwalder (beide TSV Schongau).
- Zuschauer: 450. (dp)