„Das Umschaltspiel hat wie aus einem Guss funktioniert“

Die Handballfrauen des TSVO bezwingen Aufsteiger Biessenhofen II mit 46:35. Ihrem Traum vom Aufstieg kommen sie dadurch ein weiteres Stückchen näher. Neun Spiele sind es noch bis zum Saisonende.

Ottobeuren  Blicken wir doch mal knapp vier Monate zurück auf den 27. September: Das ist der bis heute einzige (Spiel)tag der laufenden Saison, an dem die Bezirksoberliga-Handballerinnen des TSV Ottobeuren (TSVO) eine Liga-Partie nicht (!) siegreich gestalten konnten. Seinerzeit mussten sie sich mit einem 25:25-Auswärtsremis bei der SG Biessenhofen-Marktoberdorf II begnügen. Diesen kleinen Ausrutscher geradezurücken, war nun vor dem Rückspiel in Ottobeuren das erklärte Ziel der Gelb-Schwarzen. Und dieses Ziel haben sie eindeutig erreicht: Sie besiegten ihren Derby-Rivalen aus dem Ostallgäu diesmal nämlich mit 46:35 (25:15). Nach dem elften (!) Sieg in Serie führen die Ottobeurer Handballerinnen die Tabelle nach wie vor souverän an. Sie haben nun 25:1-Punkte auf dem Konto.

Zum Spiel: Die TSVO-Frauen übernehmen von Beginn an das Kommando auf dem Spielfeld. Nach den ersten zehn Minuten führen sie mit 7:2. Im weiteren Verlauf gelingt es den Biessenhoferinnen, die Spielstände wieder etwas knapper zu gestalten (12:9; 15:12). „Danach aber hat unser Umschaltspiel wie aus einem Guss funktioniert“, erinnert sich Thomas Lang. Der Ottobeurer Co-Trainer erlebt nun mit, wie seine Akteurinnen den Gegner förmlich an die Wand spielen. Zur Pause hat Spitzenreiter Ottobeuren bereits zehn Tore Vorsprung, es steht 25:15. 

Als Emily Hackl 13 Minuten vor der Schlusshupe das 41:26 für Ottobeuren erzielt, summiert sich der Vorsprung gar auf 15 Treffer. Schlussendlich bejubeln die überzeugenden Gastgeberinnen einen 46:35-Erfolg. Cheftrainerin Bettina Freymann bilanziert das Spiel abschließend wie folgt: „Der entscheidende Vorteil gegenüber den Gegnerinnen bestand heute darin, dass wir einen breit besetzten Kader aufbieten konnten.“ Alle Spielerinnen hätten sich in die Torschützenliste eintragen können. Allerdings seien „35 Gegentore grundsätzlich immer zu viel.“ Auf diesem Gebiet müsse sich ihre Mannschaft steigern. (dp)

>  Weiter geht’s für die Ottobeurer Frauen am nächsten Sonntag, 25. Januar. Dann gastieren sie ab 17.30 Uhr beim Ranglistendritten, dem TSV Weilheim. (dp)

  • Ergebnis TSV Ottobeuren – SG Biessenhofen-Marktoberdorf II 46:35 (25:15).
  • Kader TSVO TorhüterinnenJessica Hecker, Laura Renger – Feldspielerinnen Melanie Würsig (10 Tore/davon 2 Siebenmeter), Bianca Willner (2), Katharina Fries (2), Carolin Knittl (4), Lea Zubac (3), Emily Hackl (2), Deliah Abraham (4/1), Lena Seefelder (2), Sabrina Drechsler (2), Andela Vokic (7), Romana Albrecht (2), Lena Hölzle (1/1), Lisa Haggenmüller (3) und Anna Hofferek (2). 
  • Schiedsrichter: Niklas und Ulf Bonfert (beide TuS Fürstenfeldbruck).
  • Zuschauer: 150. (dp)