Ein Duell mit besonderem Reiz

Erster gegen Zehnter: Die Handballerinnen des TSVO empfangen am Samstag ihren Derby-Rivalen TV Waltenhofen. Warum die Gäste durchaus zum Stolperstein werden könnten.

Ottobeuren  Die Handball-Frauen des TSV Ottobeuren (TSVO; Tabellenführer/27:1 Zähler) sind am Samstag Gastgeberinnen in einem Prestige-Derby: Die Partie gegen den TV Waltenhofen (TVW; Drittletzter/9:19 Punkte) beginnt um 17.45 Uhr. Sie steigt in der Dreifachsporthalle.

  • Waltenhofen: Trainerwechsel bringt sofortigen Erfolg 

Gefangen im ungemütlichen Abstiegskampf, ringen die Frauen des TV Waltenhofen in diesen Wochen um jeden Zähler. Immerhin vier ihrer neun Pluspunkte haben sie in Auswärtsspielen erkämpft. Erst kürzlich vollzog der TVW einen Trainerwechsel: Vor der wichtigen Auswärtspartie in Pullach hat Tanja Waßmann das Kommando übernommen – und mit ihrem Team prompt einen 36:29-Sieg eingefahren. Die seit Jahren zu den Waltenhofener Top-Werferinnen zählende Julia Stransky führt aktuell die teaminterne Torschützenliste an. In der laufenden Spielzeit hat sie im Schnitt bisher rund sieben Treffer pro Begegnung erzielt. Ihre Teamkameradinnen Lisa Mayer und Hannah Seitz können einen Sechs-Tore-Schnitt vorweisen.

  • Ottobeuren: Vorjahres-Pleiten als Motivationstreiber

An Motivation wird es den Spitzenreiterinnen des TSVO beim Allgäu-Derby zwar ohnehin nicht fehlen, doch die Erinnerung an die Direktduelle der Vorsaison dürfte das Motivationsleben noch zusätzlich anheben: Im Hinspiel in Waltenhofen kassierten die Ottobeurer Frauen seinerzeit eine empfindliche 21:36-Klatsche und zuhause verloren sie mit 35:37. Den bisher einzigen Vergleich in der laufenden Spielzeit gewannen die TSVO-Frauen „nach hartem Kampf“ (O-Ton Co-Trainer Thomas Lang) mit 34:23. Vor der Neuauflage am Samstag erinnert Erfolgstrainerin Bettina Freymann daran, dass Derbys „ihre eigenen Gesetze haben“. Man tue gut daran, den Gegner nicht zu unterschätzen. „Wir werden die Aufgabe sehr konzentriert angehen.“ Schließlich bekomme man es mit einem Gegner zu tun, der eine „routinierte und abgeklärte Spielweise“ an den Tag lege. Eine wichtige Akteurin wird das Samstag-Heimspiel auf jeden Fall verpassen: Wegen eines im Training erlittenen Mittelhandbruchs fällt Lea Zubac (27) für den Rest der Saison aus. Fraglich ist unterdessen, ob die erkrankte Torjägerin Francesca Holland spielfähig sein wird. (dp)

Mit diesem Kader wollen sich die TSVO-Handballerinnen gegen Waltenhofen durchsetzen: 

Torhüterinnen: Laura Renger, Jessica Hecker – Feldspielerinnen: Melanie Würsig, Carolin Knittl, Bianca Willner, Andela Vokic, Katharina Fries, Anna Hofferek, Romana Albrecht , Francesca Holland (?), Franziska Dittmann, Lena Seefelder, Sabrina Drechsler, Deliah Abraham, Emily Hackl und Lisa Haggenmüller. (dp)