Zweiter gegen Dritter: Die Handballer des TSVO empfangen am Samstag Abend den TSV Simbach. Warum in mentaler Hinsicht vieles für die Gastgeber spricht.
Ottobeuren Die Oberliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO; Tabellenzweiter/22:4 Punkte) sind am Samstag in einem interessanten Topspiel gefordert: Ab 20 Uhr gastiert Ottobeurens direkter Verfolger, der Drittplatzierte TSV Simbach, in der Dreifachsporthalle.
- Der größere Druck liegt bei den Simbachern
Weil die Simbacher um ihren Cheftrainer Chris Schrädobler aus den letzten vier Partien lediglich magere 2:6-Punkte geholt haben, stehen sie am Samstag im engen Aufstiegsrennen stark unter Druck. „Bei einer Niederlage hätten die Simbacher schon acht Minuspunkte Rückstand auf uns“, skizziert Thomas Lang die aktuelle Lage an der Tabellenspitze. Der Sportliche Leiter des TSVO ist über den Kontrahenten aus Niederbayern bestens informiert: „Simbach hat mit Jan Josef und den Schimpf-Brüdern Matthias und Tobias einen starken Rückraum.“ Matthias Schimpf sei der staffelweit Führende der Torschützenliste. Das stimmt natürlich: Der Mann mit der Rückennummer 13, der auf der Position Rückraum-Mitte spielt, hat bis dato stolze 98 Tore geworfen. Um im Topspiel als Sieger vom Feld zu gehen, müssen die Ottobeurer den Simbacher Rückraum zumindest einigermaßen im Zaum halten, das ist offenkundig.
- Die Ottobeurer wollen ihre Erfolgsserie fortsetzen
In Sachen Selbstbewusstsein dürften die gastgebenden Ottobeurer gegenüber dem TSV Simbach im Vorteil sein. Denn während das Team, das unweit der Landesgrenze zu Österreich beheimatet ist, zuletzt etliche Rückschläge hinnehmen musste, haben die Unterallgäuer – unter anderem dank ihres variablen Angriffsspiels – seit der Jahrmarktszeit in Memmingen sämtliche Partien gewonnen. Ihre letzte Niederlage datiert vom 11. Oktober. Diese erlitten sie – ausgerechnet – auswärts in Simbach. Sportleiter Lang erinnert sich: „Das war damals erst der vierte Spieltag, da haben wir ersatzgeschwächt mit 27:33 verloren.“ Die Ottobeurer Akteure werden dafür Revanche nehmen wollen. Vor der nun anstehenden Neuauflage betont TSVO-Trainer Gerd Römer: „Wir müssen mit voller Konzentration an die Aufgabe herangehen. Ein angeschlagener Boxer ist immer besonders gefährlich und unberechenbar.“ Noch unklar ist, ob der an der Schulter lädierte Tim Kaulitz einsatzfähig sein wird. (dp)
Mit diesem Kader wollen die Ottobeurer Männer gegen Simbach die Oberhand behalten: Torhüter Daniel Laszlo, Lukas Hoffmann – Feldspieler Luca Kaulitz, Fabian Nägele, Lukas Haug, David Willert, Moritz Schneider, Sven Osterrieder, Tim Kaulitz (?), Daniel Whyte, Félix Füry, Alexander Rogg, Jakob Mayer, Philip Esslinger, Niklas Christ und Felix Hegemann. (dp)