Spitzenreiter feiert souveränen Derbysieg

Die Handballerinnen des TSVO haben im Aufstiegsrennen eine weitere Hürde übersprungen. Nach dem 38:28-Heimsieg gegen Waltenhofen mahnt Trainerin Freymann vor verfrühter Euphorie. 

Ottobeuren  Der Weg zur überschäumenden Meister- und Aufstiegsparty ist für die Handballerinnen des TSV Ottobeuren (TSVO) nicht mehr weit. Denn im Bezirksoberliga-Heimderby gegen den TV Waltenhofen (TVW) haben sie nun den 14. Sieg im 15. Saisonspiel eingetütet: Spitzenreiter Ottobeuren setzte sich gegen den TV Waltenhofen mit 38:28 (16:13) durch und hat dadurch weiterhin fünf Zähler Vorsprung vor Verfolger Gilching (29:1 beziehungsweise 24:6 Punkte).

Die favorisierten TSVO-Frauen starten konzentriert in die Partie. Die Defensivabteilung um die gute Torhüterin Laura Renger funktioniert praktisch mit der Zuverlässigkeit eines Schweizer Uhrwerks. Nach Ablauf der Anfangsviertelstunde liegt das Team von Trainerin Bettina Freymann mit 7:5 vorn. Lediglich die unzureichende Chancenverwertung verhindert, dass sich die Gelb-Schwarzen bis zur Pause deutlicher absetzen können. So gehen sie mit einer Drei-Tore-Führung in die Kabine (16:13). Dort fordert Freymann ihre Akteurinnen unter anderem dazu auf, fortan zielstrebigere Angriffe zu fahren.

Die Gastgeberinnen setzen diese Forderungen auch umgehend um. Die Folge: Nach 32 Minuten führen sie 25:18. Co-Trainer Thomas Lang erinnert sich: „Die Waltenhofenerinnen waren in der Anfangsphase der zweiten Hälfte nicht in der Lage, mit unserer Spielgeschwindigkeit mitzuhalten.“ Genau zehn Minuten vor dem Ende des Spiels durchbricht dann Andela Vokic eine Art Schallmauer, indem sie den Toreabstand erstmals in zweistellige Höhen hievt (32:22). Schlussendlich gewinnen die Handballerinnen des TSVO das Allgäu-Duell mit 38:28. 

Assistenz-Coach Lang lobt nach dem souveränen Heimerfolg „insbesondere die jungen Nachwuchsspielerinnen Emily Hackl, Lisa Haggenmüller und Deliah Abraham“, die „ein klasse Spiel“ gezeigt hätten. Cheftrainerin Freymann bilanziert das Erlebte folgendermaßen: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftreten meiner Mannschaft. Wir hatten das Spiel in jeder Phase gut im Griff.“ Und dann sagt sie – nachvollziehbarer Weise – genau das, was wohl jede gute Trainerin in einer vergleichbaren Situation sagen würde: „Wir haben im Aufstiegsrennen noch etliche schwere Aufgaben vor uns – deswegen werden wir nicht nachlassen.“ (dp)

> Das nächste Spiel der Ottobeurer Frauen steigt am kommenden Samstag, 7. Februar: Dann tritt der Tabellenführer beim SV Pullach an (Neunter). (dp)

  • Ergebnis TSV Ottobeuren – TV Waltenhofen 38:28 (16:13).
  • Kader TSVO TorhüterinnenJessica Hecker, Laura Renger – Feldspielerinnen Melanie Würsig (3 Tore), Bianca Willner (3), Katharina Fries (3), Carolin Knittl (1), Emily Hackl (2), Franziska Dittmann (3 Tore/davon 2 Siebenmeter), Deliah Abraham (2/1), Lena Seefelder (3), Sabrina Drechsler, Andela Vokic (6), Francesca Holland (4), Romana Albrecht (3), Lisa Haggenmüller (3/2) und Anna Hofferek (1). 
  • Schiedsrichter: Robert Michel (TSV Schongau).
  • Zuschauer: 150. (dp)