Die Handball-Frauen von Spitzenreiter TSV Ottobeuren treffen am Samstag in Gilching auf ihren direkten Verfolger. Mit einem Sieg kämen sie ihrem großen Traum sehr nahe.
Ottobeuren Die Handballerinnen von Bezirksoberliga-Tabellenführer TSV Ottobeuren (31:1 Punkte) haben am Samstag die große Chance, den entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg zu machen. Sollten sie nämlich das Gipfeltreffen beim TSV Gilching (Zweiter/24:8 Zähler) gewinnen, wäre ihnen – bei dann neun Punkten Vorsprung, dem Gewinn des direkten Vergleichs und nur noch fünf ausstehenden Restspielen – der Aufstieg praktisch nicht mehr zu nehmen. Das Spitzenspiel in der Sporthalle der Gilchinger Rathausstraße beginnt um 20 Uhr.
- Gilching hat sämtliche Heimspiele gewonnen
Die Gilchingerinnen haben in den vergangenen Wochen in zwei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen gepatzt: Bei der SG Biessenhofen-Marktoberdorf II unterlagen sie mit 23:29 und in Waltenhofen mussten sie sich knapp mit 35:36 geschlagen geben. Vor eigenem Publikum ist das vom Trainerduo Kees Harreman und Susanne Walter gecoachte Team dagegen eine echte Macht. Die Heimbilanz der Gilchingerinnen lautet: acht Spiele, acht Siege.
- Ottobeuren will Saison ohne Niederlage beenden
Dass die Ottobeurerinnen mit einem satten Sieben-Punkte-Polster auf ihren direkten Verfolger in das Topduell gehen können, betrachtet Thomas Lang (56) als positive Begleiterscheinung. Der Sportliche Leiter des TSVO betont: „Der große Druck ist jetzt nicht mehr vorhanden. Wir können befreit aufspielen.“ Was freilich nichts daran ändert, dass die Allgäuerinnen das Spitzenspiel zwischen dem Tabellen-Zweiten und dem -Ersten unbedingt gewinnen wollen. „Das wird das schwierigste Auswärtsmatch der ganzen Saison werden“, meint Lang. Cheftrainerin Bettina Freymann erwartet einen „hoch motivierten Gegner, der uns die erste Saisonniederlage zufügen will.“ Doch genau dies wollen die Gelb-Schwarzen selbstredend vermeiden. Lang sagt: „Wir haben uns fest vorgenommen, dass wir die Spielzeit ohne Niederlage beenden wollen.“ Beim Hinrunden-Vergleich der beiden Mannschaften feierten die Ottobeurerinnen übrigens einen 37:24-Kantersieg. Für das nun anstehende Rückspiel steht ihnen ein gut besetzter Kader zur Verfügung. Lea Zubac fehlt jedoch wegen einer Langzeit-Verletzung. Sabrina Drechsler und Linda Tschugg verpassen die Begegnung aus privaten Gründen. (dp)
So wollen die Handballerinnen des TSVO spielen:
Torhüterinnen: Laura Renger, Jessica Hecker – Feldspielerinnen: Melanie Würsig, Carolin Knittl, Bianca Willner, Andela Vokic, Katharina Fries, Anna Hofferek, Franziska Dittmann, Lena Seefelder, Francesca Holland, Deliah Abraham, Emily Hackl, Romana Albrecht und Lisa Haggenmüller. (dp)