Ottobeurer Handballer begeistern im Spitzenspiel

Die Handballer des TSVO gewinnen das Gipfeltreffen in Herrsching dank einer starken Leistung mit 39:29. Durch den Auswärtssieg haben sie die Tabellenführung zurückerobert.

Ottobeuren/Herrsching  Die rund 150 Schlachtenbummler des TSV Ottobeuren (TSVO), die für das Spitzenspiel ihrer Oberliga-Handballer beim TSV Herrsching einen Ausflug ans Ostufer des Ammersees unternommen haben, strahlen nach dem Match regelrecht vor Glück. Die rund 95 Kilometer weite Anfahrt hat sich aus ihrer Sicht wohl mehr als gelohnt. Denn schließlich hat der als Tabellenzweiter angetretene TSVO den Spitzenreiter aus Herrsching bei seinem 39:29 (16:15)-Auswärtsssieg förmlich aus der eigenen Halle gefegt – und dadurch die verloren gegangene Tabellenführung zurückerobert. Die beiden Topteams sind nun mit 26:8-Zählern punktgleich. Wegen des gewonnenen direkten Vergleichs belegen die Ottobeurer fünf Spieltage vor dem Saisonende nun den ersten Platz, die Herrschinger sind Zweite. Im engen Meisterrennen mischen überdies vier weitere Teams mit. 

Im Vorfeld des Topduells hatten sich die Ottobeurer vorgenommen, selbstbewusst aufzutreten. Und genau das tun sie von Beginn an. Nach der Anfangsviertelstunde steht in der mit 800 Zuschauern gut gefüllten Herrschinger Sporthalle 8:8. Zwar hat sich die Defensive der Gäste gut auf den Gegner eingestellt, dennoch gelingt es den Oberbayern mehrmals, Tore über den Kreis zu erzielen. Im Offensivbereich zeigen die Unterallgäuer variabel vorgetragene Kombinationen, während die Hausherren vorwiegend auf Konter setzen. Zur Spielmitte führt das Gästeteam mit 16:15.

Was nun folgt, wird der Sportliche Leiter des TSVO, Thomas Lang, nach der Begegnung als „die beste zweite Halbzeit der bisherigen Saison“ bezeichnen. Durch einen energiegeladenen Wiederbeginn bauen die Gelb-Schwarzen ihren Vorsprung auf 21:16 aus. In der Abwehr unternehmen sie die größtmöglichen Anstrengungen, um ein stabiles Gesamtgefüge zu erreichen. Über ihr hervorragend funktionierendes Umschaltspiel werfen sie sich bis zur 53. Minute eine bemerkenswerte Sieben-Tore-Führung heraus (23:30). Als Reaktion darauf stellen die Herrschinger auf eine offensive Deckung um. In Bedrängnis können sie die Allgäuer damit jedoch nicht bringen – im Gegenteil, der souverän aufspielende TSVO schraubt das Resultat bis zum 29:39-Endstand sogar noch weiter in die Höhe. Nach dem Ende der Begegnung imponiert Sportleiter Lang an seinem 58. Geburtstag das „große Arbeitspensum unserer Jungs in der Abwehr.“ Der Sieg im Spitzenspiel sei „absolut verdient.“ (dp)

>  Am nächsten Samstag, 28. Februar, empfangen die Ottobeurer Männer ab 20 Uhr den SC Unterpfaffenhofen-Germering. (dp)

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So haben die TSVO-Männer gespielt

  • Ergebnis: TSV Herrsching – TSV Ottobeuren 29:39 (15:16).
  • Kader TSVO: Torhüter: Lukas Hoffmann, Daniel Laszlo – Feldspieler: Luca Kaulitz (2 Tore), Fabian Nägele (6), Lukas Haug (1), David Willert (3), Moritz Schneider (4), Sven Osterrieder, Niklas Christ, Tim Kaulitz (10), Daniel Whyte, Alexander Rogg, Félix Füry (7 Tore/davon 5 Siebenmeter), Philip Esslinger, Jakob Mayer (6) und Felix Hegemann.
  • Rote Karte: Aladin Huskic (Herrsching/50. Minute/automatisch nach dritter Zwei-Minuten-Strafe).
  • Schiedsrichter: Markus Spegele und Daniel Weineck (beide SC Unterpfaffenhofen-Germering).
  • Zuschauer: 800. (dp)