Können sie den ersten Matchball verwerten?

Die Handball-Frauen von Spitzenreiter TSV Ottobeuren empfangen am Samstag den TSV Murnau. Unter welchen Umständen sie nach dem Spiel eine große Aufstiegs-Party feiern dürfen.

Ottobeuren  Die Handballerinnen von Tabellenführer TSV Ottobeuren (TSVO; 33:1 Punkte) wollen sich am Samstag im Heimspiel gegen den TSV Murnau (Vierter/20:14 Zähler) den Meistertitel der Bezirksoberliga sichern und den lange ersehnten Aufstieg in die Oberliga feiern. Für das Erreichen der beiden Ziele würde ihnen bereits ein Unentschieden genügen. Der Anwurf in der Dreifachsporthalle ist für 17.45 Uhr geplant.

  • Die Murnauerinnen waren zuletzt sehr erfolgreich

Zehn Siege und sieben Niederlagen: So lautet Zwischenbilanz des TSV Murnau in der bisherigen Spielzeit. In der Rückrunde haben die Frauen aus dem Werdenfelser Land zuletzt sogar fünf Begegnungen in Serie gewonnen. An Selbstvertrauen dürfte es dem Team von Cheftrainer Maximilian Mangold am Samstag also nicht fehlen. In der staffelweiten Torschützenliste sind die Oberbayerinnen mit zwei Werferinnen im oberen Bereich vertreten: Leonie Richter steht aktuell bei 84 Treffern und Selina Mikulla hat bis dato 83 Tore erzielt. Unterdessen ist die Auswärtsbilanz der Murnauer mit 8:8-Punkten völlig ausgeglichen.

  • Die Ottobeurerinnen taten sich im Hinspiel schwer

Die Erinnerung an den ersten Saisonvergleich mit den Murnauerinnen löst bei den Handballerinnen des TSVO durchwachsene Gefühle aus. Der Grund: Am 15. November hatten sie – mit einem ersatzgeschwächten Kader angetreten – in der ersten Halbzeit echte Probleme. Zur Spielmitte lagen sie mit vier Toren zurück, gewannen am Ende aber mit 25:22. Nun, dreieinhalb Monate später, stehen sie nun ganz dicht vor dem größten Erfolg der letzten Jahre. Cheftrainerin Bettina Freymann gibt folgende Devise aus: „Wir wollen alle noch übrigen Spiele voll konzentriert angehen.“ In der Trainingswoche vor dem Murnau-Match habe man weiter an der defensiven Balance gearbeitet, berichtet Thomas Lang. Der Sportliche Leiter des TSVO betont: „Wir wollen den Aufstieg unbedingt am Samstag zuhause feiern, und zwar zusammen mit den eigenen Fans.“ Gut zu wissen aus Ottobeurer Sicht: Sollten die TSVO-Frauen das Heimspiel gegen Murnau verlieren, haben sie im Ringen um den Aufstieg noch vier weitere Matchbälle. Am Samstag fehlen ihnen die langzeitverletzte Lea Zubac und die aus privaten Gründen verhinderte Sabrina Drechsler. (dp)

So wollen die Handball-Frauen des TSVO spielen:

Torhüterinnen: Laura Renger, Jessica Hecker – Feldspielerinnen: Melanie Würsig, Carolin Knittl, Bianca Willner, Andela Vokic, Katharina Fries, Anna Hofferek, Franziska Dittmann, Lena Seefelder, Francesca Holland, Deliah Abraham, Emily Hackl, Romana Albrecht und Amanda Zängerle. (dp)