Nach der Gala ist vor dem Alltag

Die Handballer von Spitzenreiter TSV Ottobeuren spielen am Samstag zuhause gegen den Achten aus Unterpfaffenhofen. Warum der Gegner wohl besser ist als seine Platzierung.

Ottobeuren  Nach vier Wochen ohne Heimspiel-Auftritt präsentieren sich die Oberliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO; Tabellenführer/26:8 Punkte) nun wieder in der Dreifachsporthalle: Am Samstag empfangen sie den Ranglisten-Achten SC Unterpfaffenhofen-Germering (SCUG; 16:18 Zähler). Die Partie beginnt um 20 Uhr.

  • Unterpfaffenhofen: Unbequem und aufstrebend

Trotz einer insgesamt soliden Saison mit acht Siegen und neun Niederlagen ist der SC Unterpfaffenhofen-Germering noch nicht frei von Abstiegsängsten. Der Vorsprung des SCUG auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt aktuell nur drei Zähler. Die Zwischenbilanz der Oberbayern in der Rückrunde ist beeindruckend: Vier ihrer sechs Begegnungen gewannen sie, darunter waren auch Auswärtssiege in Dietmannsried, Burghausen und Sauerlach. Demzufolge ist es wenig überraschend, dass der Sportliche Leiter des TSVO, Thomas Lang (57), im Vorfeld des Samstag-Spiels von einem „unbequemen Gegner“ spricht. Das Hinspiel in Unterpfaffenhofen konnten die Ottobeurer nach einem Halbzeit-Rückstand letztlich mit 39:32 für sich entscheiden. Damals habe der SCUG „fast die komplette Spielzeit über mit dem siebten Feldspieler agiert“, erinnert sich Lang. Die Ottobeurer hätten damals „eine Halbzeit lang gebraucht, um sich darauf einzustellen.“ Aktuell ist Lukas Donaubauer mit durchschnittlich sieben Treffern pro Spiel der gefährlichste Werfer des SCUG. Weitere Toptorschützen sind Zacharias Flierl und Tobias Strutz.

  • Ottobeuren: Sportleiter mahnt zur Konzentration

Nach der Galavorstellung, die die Ottobeurer Handballer beim 39:29-Sieg im Spitzenduell in Herrsching gezeigt haben, bekommen sie es nun mit einem Kontrahenten aus einer gänzlich anderen Kategorie zu tun: Die formstarken Abstiegskämpfer aus Unterpfaffenhofen werden wohl nur mit einer engagierten Mannschaftsleistung zu bezwingen sein. Sportleiter Lang warnt: „Wir tun gut daran, den Gegner nicht zu unterschätzen. Wir müssen jedes Match mit voller Konzentration angehen.“ Cheftrainer Gerd Römer muss im letzten Spiel des Monats Februar auf Philip Esslinger verzichten. Der Spielmacher konzentriert sich auf sein Studium der Sportökonomie an der Uni Bayreuth. (dp)

  • So wollen die Ottobeurer Männer spielen: Torhüter: Daniel Laszlo, Lukas Hoffmann – Feldspieler: Luca Kaulitz, Fabian Nägele, Lukas Haug, David Willert, Moritz Schneider, Tim Kaulitz, Daniel Whyte, Félix Füry, Sven Osterrieder, Alexander Rogg, Felix Hegemann, Jakob Mayer und Niklas Christ. (dp)