Sechs Jahre lang haben sie davon geträumt. Nach dem 37:31-Sieg gegen Murnau stehen sie nun als Meister und Aufsteiger fest. Wie die Handballerinnen des TSVO ihren Triumph gefeiert haben.
Ottobeuren Um exakt 19.13 Uhr brechen alle Dämme: Als in der Dreifachsporthalle die Schlusshupe ertönt und der 37:31(15:15)-Heimsieg der Bezirksoberliga-Handballerinnen des TSV Ottobeuren (TSVO) gegen den TSV Murnau amtlich ist, gibt es für die frisch gekürten Meisterinnen und Aufsteigerinnen kein Halten mehr. Ungefähr in der Mitte des Spielfelds bilden sie einen Kreis, hüpfen und skandieren euphorisch den Schlachtruf „Oberliga Oberliga, hey hey!“ Mit ihren 35:1-Punkten stehen sie bereits vier Runden vor dem Saisonende als Titelträger fest.
Im Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Murnau präsentieren sich die Unterallgäuerinnen im ersten Durchgang noch nicht in meisterlicher Verfassung. Zur Pause steht es „nur“ 15:15. Cheftrainerin Bettina Freymann führt dies nach dem Match darauf zurück, dass „die Spielerinnen ein bisschen aufgeregt waren.“ Danach sei die Mannschaft aber „super aus der Kabine gekommen“. Von da an läuft für den TSVO praktisch alles nach Plan. Nach dem vollbrachten Meisterstück feiern die Spielerinnen zusammen mit den begeisterten Zuschauern eine fröhliche und ausgelassene Spontan-Party. Unsere Redaktion hat dabei Stimmen eingefangen:
- TSVO-Cheftrainerin Bettina Freymann: „Ich sehe für unseren Erfolg vor allem drei Gründe: Erstens, wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader, zweitens, das Team ist mit den nachrückenden A-Jugend-Spielerinnen unglaublich gut zusammengewachsen und drittens, wir haben die Defensive stabilisiert.“
- Sportlicher Leiter Thomas Lang: „Ich bin extrem stolz auf die Mädels. Das ist wirklich ein super Haufen. Unsere Ligarivalen aus Weilheim und Murnau haben uns gesagt, dass wir ein verdienter Meister sind.“
- Rückraum-Spielerin Melanie Würsig: „Wir haben seit sechs Jahren von diesem Tag geträumt. Jetzt haben wir es endlich geschafft. Stand heute sieht es stark danach aus, dass wir unser Erfolgsteam auch für die kommende Oberliga-Saison zusammenhalten können.“
- Kreisläuferin Carolin Knittl: „Ich bin momentan sehr erleichtert. Wir haben gezeigt, dass wir ein Team sind: An schlechten Tagen hat die eine Spielerin die andere aufgefangen.“ (dp)
> Am nächsten Samstag, 7. März, gastieren die Aufsteigerinnen aus Ottobeuren beim SC Weßling. Der Anwurf der Partie ist für 18 Uhr terminiert. (dp)
So haben sie gespielt
- Ergebnis TSV Ottobeuren – TSV Murnau 37:31 (15:15).
- Kader TSVO Torhüterinnen: Jessica Hecker, Laura Renger – Feldspielerinnen: Melanie Würsig (8 Tore/davon 3 Siebenmeter), Bianca Willner (6), Katharina Fries (2), Carolin Knittl (3), Emily Hackl (1), Franziska Dittmann (1), Deliah Abraham (4/4), Lena Seefelder (1), Amanda Zängerle, Andela Vokic (6), Francesca Holland (2), Romana Albrecht, Linda Tschugg und Anna Hofferek (3).
- Schiedsrichter: Peter Heiß und Dieter Lipp (TSV Alling/HCD Gröbenzell).
- Zuschauer: 150. (dp)