Wenn die Handballer von Oberliga-Spitzenreiter TSV Ottobeuren am Samstag das Traditionsderby in Dietmannsried gewinnen, haben sie beste Chancen auf den Aufstieg.
Ottobeuren Das Aufstiegsrennen in der Handball-Oberliga der Männer biegt auf die alles entscheidenden Meter ein:Am vorletzten Spieltag gastiert Tabellenführer TSV Ottobeuren (TSVO; 32:8 Punkte) zum Allgäu-Klassiker bei der HSG Dietmannsried-Altusried (Sechster/25:15 Zähler). Im für sie günstigsten, aber sehr unwahrscheinlichen Fall, könnten die Ottobeurer sogar bereits nach Spielschluss als Aufsteiger feststehen. Das voraussichtlich vor vollbesetzten Rängen stattfindende Nachbarschaftsduell steigt ab 19 Uhr in der Dietmannsrieder Sporthalle an der Schulstraße.
- Die HSG stellt den besten Werfer der Liga-Staffel
Obwohl die Dietmannsrieder keinerlei Aufstiegschance mehr haben, werden sie die Partie gegen den TSVO sicher nicht abschenken. Dafür gibt es zwei gute Gründe: Erstens, die Derby-Rivalität zwischen den Klubs aus dem Ober- und dem Unterallgäu ist über Jahrzehnte gewachsen, dementsprechend versprühen die Duelle zwischen Dietmannsried und Ottobeuren immer einen ganz besonderen Reiz. Und zweitens, für Patrick Haas (Chefcoach) und Elmar Romanesen (Co-Trainer) ist es das letzte Heimspiel in ihren aktuellen Ämtern bei der HSG. Beide wenden sich künftig neuen Aufgaben zu. Bei den Gastgebern wird dieser Fakt sicher für zusätzliche Motivation sorgen. Andererseits hat die laufende Saison aber gezeigt, dass die Dietmannsrieder angesichts von bereits drei Heimniederlagen durchaus verwundbar sind. In Sachen Torproduktion stellen die Oberallgäuer den besten Mann der gesamten Liga-Staffel: Maximilian Schneider hat bis dato 159 Treffer erzielt. Mit Sebastian und Phillip Grabher sowie Lukas Albrecht stehen gleich drei ehemalige Ottobeurer im Kader der HSG.
- Den TSVO erwartet eine harte Prüfung
Obwohl das Hinspiel, das die Ottobeurer 30:26 gewannen, im Grunde eine relativ klare Sache war, wissen sie, dass ihnen im Retour-Match am Samstag eine harte Prüfung bevorsteht. Aktuell hat Tabellenführer Ottobeurer zwei Punkte Vorsprung auf die Verfolger Simbach und Herrsching. Der Sportliche Leiter des TSVO, Thomas Lang, betont: „Wir wollen im letzten Heimspiel gegen Eichenau am 28. März alles in eigener Hand haben. Daher ist es unser festes Ziel, in Dietmannsried zu punkten.“ Die HSG habe ein starkes Team, das „lange um die Spitzenplätze mitgespielt“ habe. In den eigenen Reihen gebe es „einige Akteure mit kleineren Blessuren“, deren Einsatzfähigkeit allerdings aber nicht gefährdet sei. (dp)
- So wollen die Ottobeurer Männer spielen: Torhüter: Daniel Laszlo, Lukas Hoffmann – Feldspieler: Luca Kaulitz, Fabian Nägele, Lukas Haug, David Willert, Moritz Schneider, Sven Osterrieder, Niklas Christ, Tim Kaulitz, Daniel Whyte, Alexander Rogg, Félix Füry, Philip Esslinger, Jakob Mayer und Felix Hegemann. (dp)