Die Nummer 1

im Allgäu

Vor der Partie war in den Ottobeurer Gesichtern keine Zuversicht zu sehen. Der ASV Dachau trat eindrucksvoll mit 16 Spielerinnen an und waren sich ihres Sieges sicher.

Doch zumindest in der ersten Halbzeit machte es der TSV dem Spitzenteam mehr als schwer. Mit Isabel Puttner fehlte die hintere Mitte (das Herzstück einer offensiven Abwehr), sowie die Stammspielerin am Kreis. Hier wurde von Tibor Somogyi mit Nadine Kofler, Juliane Gaum und der eingesprungenen Jana Fröhlich-Wegmann (Trainerin Damen 2) experimentiert, die aber allesamt eine ordentliche Leistung abriefen.

Auch in der Verteidigung klappte es zunächst gut. Nach 5:4 führte man 6:7 und war bis 14:14 ebenbürdig. Mit guten Aktionen hebelte man Dachaus Abwehr aus und blieb auch bis zum Seitenwechsel auf 17:15 dran. Vor allem Kristina Barisic und Ardiana Merditaj machten als Vollstrecker ein tolles Spiel. Mit einer personellen Umstellung bedingt durch die Abwehr kam man in der zweiten Hälfte jedoch nicht mehr zurecht. Dachau zog schnell auf 21:17 davon und führte nach 39 Minuten bereits 25:19. Acht weitere Minuten erzielten Ottobeurens Damen kein Tor und gerieten so 30:22 ins Hintertreffen. Mit zu einfachen Einläufen und Gegenstößen brachte Dachau die Abwehr ins Schwimmen und traf beinahe jeden Wurf. Das Spiel war zwar bereits verloren, der Gast ließ im Kampf dennoch nicht nach. Da die letzten zehn Minuten einzeln betrachtet wieder 6:6-Unentschieden ausgingen, blieb es also bei der acht Tore-Führung für Dachau am Ende mit 36:28. "Dieses Ergebnis scheint natürlich auf dem Papier sehr hoch, dennoch hat sich unser Rumpfteam über lange Zeit gut geschlagen", so Tibor Somogyi. Da eben keine Punkte zu holen waren, fällt das Unterallgäuer Team weiter zurück auf Platz neun. (JG)

 

 

TSVO-Frauen  Katarina Barisic, Jessica Hecker (Torhüterinnen); Jana Wegmann-Fröhlich  (1 Tor), Regina Bari-Nagy (5), Juliane Gaum (1) , Alina Isselbächer (1), Nadine Kofler, Ardiana Merditaj (12), Lena Keßler (2 Tore/davon 1 Siebenmeter), Kristina Barisic (6), Pia Hitzlberger

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