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im Allgäu

Handball-Bayernliga   In der Vorwoche noch Matchwinner, wird der Ungar bei Ottobeurens Pleite in Waldbüttelbrunn zum Unglücksraben

 

Ottobeuren Es ist eine jener Geschichten, in denen aus einem umjubelten „Sporthelden“ kurze Zeit später ein tragischer „Held“ wird. So geschehen in der Partie der Handball-Bayernliga zwischen der favorisierten DJK Waldbüttelbrunn und dem TSV Ottobeuren, die die Unterallgäuer mit 21:30 (13:14) verloren, womit sie nun Vorletzter mit 6:16-Punkten sind.

In der Ballsporthalle Waldbüttelbrunn lief gerade die 37. Spielminute, als sich Ottobeurens Ungar „Micky“ Szücs, der in der Vorwoche beim 26:25-Heimsieg gegen Friedberg noch umjubelter Siegtorschütze gewesen war, schwer am Knie verletzte, just in dem Moment, als er gerade das 15:17 aus TSVO-Sicht erzielte. Die Verletzung zog sich der Magyare sehr unglücklich beim Aufkommen auf dem Hallenboden zu. Der Linksaußen musste sofort vom Feld getragen und ins Krankenhaus gebracht werden. „Die genaue Diagnose steht noch aus“, sagte Sportlicher Leiter Thomas Lang nach der Begegnung. Szücs` Mitspieler standen fortan unter Schock. Dies war nicht der erste Dämpfer für Ottobeurens Hoffnungen, in Franken eventuell für eine Überraschung sorgen zu können: Torhüter Dino Zubac hatte sich im Training verletzt (stand aber auf dem Spielberichtsbogen) und György Szovszki ging angeschlagen ins Match.

Die verbleibenden 23 Minuten nach dem knappen Zwei-Tore-Rückstand (15:17) und Szücs` Verletzung verloren die Ottobeurer – isoliert betrachtet – mit 6:13, insgesamt unterlagen sie am Ende mit 21:30. Und was geschah zwischen Minute eins und der „ominösen“ Minute 37? Nach einem Fehlstart (0:4) fingen sich die Gäste schnell wieder, lagen nach einer Viertelstunde sogar mit 9:8 vorn. Zur Spielmitte führte die unterfränkische DJK allerdings mit 14:13. In den Minuten direkt nach dem Wechsel bis zu „Micky“ Szücs` Verletzung passierte nichts Außergewöhnliches. Nach der Partie sagte Coach Denny Berkessel: „Wir haben wieder viele Dinge gut gemacht, der Gegner war an diesem Tag aber besser. Nach Mickys Verletzung war es für meine Jungs schwierig, weiterzuspielen und das Spiel noch zu drehen.“ (dp)

 

(Ausblick   Kommendes Wochenende sind die Ottobeurer spielfrei.                      (dp)

 

TSVO Thoran Mayer, Dino Zubac   (Torhüter); Tim Ramsauer, Patrick Kofler (4), Fabian Nägele (1), Karlo Tomic (5 Tore/davon 1 Siebenmeter), Luca Kaulitz (1), Michael Höbel, Zsolt Novak (2), Christian Schaupp (3), Miklos Szücs (4/3), György Szovszki (1).

Schiedsrichter  Dominik Fass / Florian Güßregen (TSV Altenfurt).

Zuschauer                      150.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

 

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