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Handball-Bayernliga   Aufsteiger Ottobeuren unterliegt Günzburg nach hartem Kampf – Als Schlusslicht in die Winterpause

 

Ottobeuren Wie alle anderen Menschen im Umfeld des Bayernliga-Aufsteigers TSV Ottobeuren war auch Trainer Denny Berkessel (39) vom Ergebnis enttäuscht. „Auf die kämpferische Einstellung bin ich aber stolz“, betonte der Handball-Coach. Und dennoch: Bei der 26:29 (12:12)-Heimniederlage gegen den VfL Günzburg verpassten die Handballer im letzten (Heim)spiel des Jahres die Gelegenheit, kurz vor Weihnachten doch noch die ungeliebten Abstiegsränge zu verlassen. So gehen die Ottobeurer Handballer nun als Tabellen-Schlusslicht mit 6:20 Punkten (3 Siege, 10 Niederlagen) in die vierwöchige Winterpause. Berkessel bekennt: „Es ist schon ein doofes Gefühl, als Letzter in die Pause zu gehen, aber der Rückstand auf die anderen Teams ist gering. Wir geben nicht auf.“ In der Tat: Nur ein Zähler fehlt den Ottobeurern gegenwärtig auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Zum Spiel: Nach einem 0:3-Rückstand drehten die Ottobeurer das Match und führten nach 17 Minuten mit 7:5. Danach war wieder der Wurm drin im TSVO-Spiel, jetzt führten die Gäste aus Mittelschwaben mit 12:8. Dann meldeten sich die Unterallgäuer wieder zurück: Mit beherztem Kampfgeist und großem Einsatzwillen gelang es ihnen vor der tollen Kulisse von rund 600 Zuschauern in der Dreifachturnhalle, den Spielstand bis zum Ende einer beiderseits schwungvollen ersten Halbzeit auszugleichen (12:12). Im zweiten Abschnitt mühten sich die Allgäuer - angetrieben von ihrem herausragenden Offensiv-Trio „Paddy“ Kofler, Luca Kaulitz und Karlo Tomic - zwar weiter verbissen um einen Überraschungs-Erfolg gegen den Tabellen-Dritten. Ernsthaft in Bedrängnis bringen konnten sie die dynamisch und nervenstark auftretenden Günzburger jedoch kaum. Die Zwischenstände von 16:20, 20:23 und 23:26 belegen dies. Schlussendlich setzten sich zur Freude ihrer knapp 100 mitgereisten Fans die Gäste verdientermaßen mit 29:26 durch. Trainer Denny Berkessel sah einen der Gründe auch im „zu kleinen Kader“ seiner Ottobeurer. Spieler, die ihre Leistungsgrenze nicht erreichten, könne man leider nicht Eins-zu-eins ersetzen. (dp)

 

Ausblick   Nach der vierwöchigen Winterpause wartet am Samstag, 13. Januar das nächste Schwaben-Derby auf die Ottobeurer: Dann gastieren sie ab 20 Uhr beim Fünften TSV Haunstetten. (dp)

 

TSVO Dino Zubac, Zoltan Varga   (Torhüter); Tim Ramsauer, Patrick Kofler (5 Tore), Fabian Nägele (1), David Szücs, Karlo Tomic (8 Tore/davon 2 Siebenmeter), Luca Kaulitz (6), Michael Höbel (2), Zsolt Novak (2), Christian Schaupp (2), György Szovszki.

Schiedsrichter Ramin Nasseri-Rad/Dirk Schmidt (SV 1880 München/ASV Dachau).

Zuschauer                      600.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

 

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