Die Nummer 1

im Allgäu

Handball-Bayernliga Ottobeurer Männer erwarten am Samstag Abend den übermächtigen Spitzenreiter Erlangen-Bruck

 

Ottobeuren  Die mit Abstand stärkste Mannschaft der Handball-Bayernliga gastiert am Samstag ab 20 Uhr in der Ottobeurer Dreifachsporthalle: Dann nämlich treffen die abstiegsgefährdeten Männer des TSV Ottobeuren auf den Tabellenführer und Seriensieger TV Erlangen-Bruck.

Hier einige wissenswerte Aspekte zu diesem ungleichen Duell:

 

Erlanger sind die Planierraupe der Liga

Die im Erlanger Stadtteil Bruck beheimateten Handballer, die sich in Anlehnung an ihren Stadtteil den Beinamen „Brooklyn United“ gegeben haben, dominieren die Liga derzeit fast nach Belieben. Mit einem qualitativ hochwertigen und gleichermaßen breit aufgestellten Kader bringen sie ein ausgeprägtes Tempospiel auf die „Platte“. Sämtliche 16 Punktspiele hat der von Coach Ben Ljevar trainierte Spitzenreiter bis dato gewonnen (32:0 Punkte) und dabei im Schnitt 33 Tore pro Partie erzielt. Salopp ausgedrückt: Wie eine Planierraupe machen die Erlanger die Liga platt. Dank ihrer überlegenen Stärke haben sie aktuell elf Zähler Vorsprung auf den Zweiten aus Friedberg und sind demzufolge auf dem besten Weg zu Meisterschaft und Aufstieg.

 

Ottobeurer haben nichts zu verlieren

Während die einen fast sicheren Meisterehren entgegen steuern, kämpfen die anderen - die Ottobeurer - als Tabellen-Vorletzter mit 7:25-Zählern mit aller Macht gegen den Wiederabstieg. Die Vorzeichen vor der Partie sind also extrem unterschiedlich, die Ottobeurer sind krasser Außenseiter und können im Grunde befreit aufspielen. Trainer Denny Berkessel sagt: „Das wird das leichteste Spiel der Saison für uns. Der Gegner ist übermächtig und derzeit eine Nummer zu groß für uns.“ Zumal die Unterallgäuer ein weiteres Mal personell geschwächt sind: Neben den Langzeit-Verletzten Fabian Wiblishauser und Micky Szücs steht auch Luca Kaulitz nicht zur Verfügung. Ob Kapitän und Torjäger Patrick Kofler mitwirken kann, ist wegen dessen Armverletzung noch unklar. Darüber hinaus sind weitere Akteure angeschlagen. Beim ersten Saisonvergleich in der mittelfränkischen Universitätsstadt kassierten die Unterallgäuer eine 27:47-Klatsche, dies war ihre höchste Niederlage im bisherigen Saisonverlauf. Nun - vier Monate später - wollen sie sich deutlich besser aus der Affäre ziehen. (dp)

 

TSVO   Dino Zubac, Thoran Mayer (Torhüter) - Patrick Kofler (?), Fabian Nägele, Dusko Trifunovic, Filip Matijevic, György Szovszki, Karlo Tomic, Zsolt Novak, Daniel Dündar, Michael Höbel, Christian Schaupp, Pius Schreyögg, David Szücs.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp) )

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