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im Allgäu

Handball-Bayernliga Ottobeurer Männer besiegen Unterhaching – Überzeugende Vorstellung nährt die Hoffnung auf den Klassenerhalt

 

Ottobeuren   Die Luft brennt im Tabellenkeller der Handball-Bayernliga. Fünf Runden vor dem Saisonende kämpfen nicht weniger als acht Mannschaften noch vehement gegen den drohenden Abstieg. Eines der acht Teams ist der TSV Ottobeuren, der nun dank eines 29:24 (13:10)-Heimsieges gegen den Mitkonkurrenten TSV Unterhaching die Chance gewahrt hat, Ende April zur überwiegenden Mehrheit der Glücklichen, weil Geretteten zu gehören. Doch Fakt ist auch: Aktuell belegen die Allgäuer (noch) einen Abstiegsplatz (13:29 Punkte).

Zum Spiel gegen Haching: Mit Dino Zubac im Tor und Michael Höbel auf der halblinken Position anstelle des verletzten Patrick Kofler begannen die Gastgeber selbstbewusst und konzentriert. Nach einer knappen Viertelstunde führten sie vor gut gefüllten Rängen mit 7:3. In einem kampf- und körperbetonten Spiel waren die Ottobeurer gegenüber der vorausgegangenen Pleite in Anzing im positiven Sinne nicht mehr wiederzuerkennen. Einsatzfreudig, gut strukturiert und hungrig auf Erfolge – so präsentierten sich die Unterallgäuer an diesem Abend. Nach 21 Minuten lagen die überlegenen Gastgeber mit 10:5 in Führung. Bis zur Pause (13:10) büßten sie noch ein wenig von diesem Vorsprung ein. Genau wie in der ersten Hälfte stellten die Einheimischen auch im zweiten Spielabschnitt das bessere Team. Nach György Szovszkis Tor zum 19:15 in der 40. Minute zogen sich die Unparteiischen mit mehreren falschen beziehungsweise stark umstrittenen Entscheidungen den Unmut der heimischen Zuschauer zu. Auch Ottobeurens Sportleiter Thomas Lang und Trainer Denny Berkessel beschwerten sich wutentbrannt bei den Schiedsrichtern, was Lang eine Zweiminuten-Strafe einbrachte. Als kurz darauf Noah Newel für die oberbayerischen Gäste auf 20:18 verkürzt hatte, waren die Hachinger kurzzeitig wieder bei der Musik. Mit drei Toren innerhalb von drei Minuten stellte TSVO-Neuzugang Dusko Trifunovic die alten Verhältnisse dann aber schnell wieder her (23:19). Kurz vor Schluss - beim Stand von 25:22 - musste der Montenegriner nach seiner Roten Karte allerdings das Feld räumen. Den vollauf verdienten Sieg ließen sich die Ottobeurer auch ohne ihren an diesem Abend besten Mann nicht mehr nehmen. Neben Trifunovic hatten auch Zsolt Novak und György Szovszki zahlreiche starke Momente in ihrem Spiel. Trainer Berkessel war nach der Partie zufrieden: „Trotz der großen Enttäuschung von Anzing sind meine Spieler heute selbstbewusst aufgetreten. Sie haben meine Vorgaben relativ gut umgesetzt. Ich hatte nie das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte.“ (dp)

 

TSVO Thoran Mayer, Dino Zubac (Torhüter) – Markus Müller (1 Tor), Fabian Nägele, Dusko Trifunovic (7 Tore/davon 1 Siebenmeter), Pius Schreyögg, György Szovszki (4), Daniel Dündar, Karlo Tomic (6), Luca Kaulitz (3), Zsolt Novak (2), Michael Höbel (2), Christian Schaupp (2), David Szücs (1).

Rote Karte Dusko Trifunovic (52. Minute/automatisch nach dritter Zweiminuten-Strafe).

Schiedsrichter Ulrich Grimm/Florian Müller (HC Cadolzburg).

Zuschauer 400.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

 

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