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Handball-Bayernliga Nach Pleite in Landshut stehen Ottobeurer Männer zu Ostern auf einem Abstiegsplatz – Zweiwöchige Spielpause folgt

 

Ottobeuren/Landshut Einen wichtigen Grund für die 26:31 (11:15)-Niederlage seines TSV Ottobeuren bei der TG Landshut hatte Handball-Trainer Daniel Berkessel schon unmittelbar nach Spielschluss ausgemacht: „Wir haben heute in der Defensive den nötigen Biss vermissen lassen. Den `berühmten´ einen Schritt mehr haben wir heute nicht gemacht.“ Dies ist umso ärgerlicher, weil der Allgäuer Bayernligist damit erneut ein „Vier-Punkte-Spiel“ gegen einen direkten Konkurrenten verloren hat. Und so bleibt die Lage für die Ottobeurer vor der zweiwöchigen Oster-Spielpause weiter bedrohlich. Aufgrund der Situation in der höherklassigen Dritten Liga Ost ist derzeit noch unklar, ob am Saisonende zwei oder drei Mannschaften aus der Bayernliga absteigen werden. Als aktueller Tabellen-Vorletzter wäre der TSVO in beiden Fällen vom Abstieg betroffen. Bedenklich stimmt auch, dass das nur noch vier Spiele umfassende Restprogramm gleich mit drei echten Schwergewichten aufwartet: Dem Auswärts-Match beim Vierten Friedberg folgt das Heimspiel gegen den Dritten Waldbüttelbrunn, danach geht`s zum Zweiten Günzburg. Am letzten Spieltag haben die Ottobeurer dann Heimrecht gegen Schlusslicht Ismaning.

Jetzt aber zum Spiel in Landshut: Bei den Ottobeurern erweiterte sich die aus Fabian Wiblishauser, Patrick Kofler und Micky Szücs bestehende Ausfall-Liste kurzfristig um den erkrankten György Szovszki. Der Start der Gäste war denn auch nicht sonderlich vielversprechend, nach 16 Minuten lagen sie gegen „keineswegs übermächtige Landshuter“ (Sportleiter Thomas Lang) mit 6:10 zurück. In der Abwehr ließen die Ottobeurer die nötige Kompaktheit vermissen. Auch ließen sie zahlreiche „einfache“ Gegentore zu. So führten die niederbayerischen Gastgeber zur Pause mit 15:11. Rückraum-Werfer Michael Höbel brachte seine Ottobeurer in der 42. Minute zwar auf 19:17 heran, doch darauf antworteten die Landshuter mit drei Treffern in Folge. Letztendlich verloren die Unterallgäuer mit 26:31. „Wir haben eine große Chance vertan, weiter Boden gut zu machen“, ärgerte sich Sportchef Lang. „Neben zu vielen Fehlern haben wir heute auch nicht zielstrebig genug agiert. So ist es schwer, auswärts zu punkten.“ (dp)

 

TSVO Thoran Mayer, Dino Zubac (Torhüter) – Markus Müller, Daniel Berkessel, Fabian Nägele (2 Tore), Filip Matijevic, Dusko Trifunovic (9 Tore/davon 3 Siebenmeter), Attila Susan, Daniel Dündar, Karlo Tomic (8), Luca Kaulitz (4), Zsolt Novak, Michael Höbel (2), Christian Schaupp (1).

Schiedsrichter Dominik Fass/Florian Güßregen (beide TV Altenfurt).

Zuschauer 250.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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