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Handball-Bayernliga Nach Ottobeurens bitterer Pleite in Friedberg rückt der Klassenerhalt in weite Ferne

 

Ottobeuren/Friedberg Die Bayernliga-Handballer des TSV Ottobeuren werden in der kommenden Saison wohl in der Landesliga spielen. Nach der 26:33 (13:14)-Niederlage der Ottobeurer beim Spitzenteam TSV Friedberg ist der Abstieg so gut wie besiegelt. Drei Spieltage vor Saisonschluss beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer fünf Punkte. Von den verbleibenden drei Partien müssten die Allgäuer also - abhängig von den Ergebnissen ihrer Konkurrenten - zwei oder gar alle drei gewinnen. Und selbst dann wäre der Klassenerhalt womöglich nicht sicher. Hinzu kommt, dass die nächsten beiden Gegner Spitzenteams sind. Kurzum, mehr als eine rund 20-prozentige Restchance bleibt dem TSVO nicht mehr. Dies sieht auch Thomas Lang so. In einer ersten Reaktion unmittelbar nach dem Spiel sagte der Sportliche Leiter: „Die Chance ist jetzt wohl nur noch theoretischer Natur.“

Zum Spiel in der Friedberger Sporthalle: Die Ottobeurer, bei denen Nachwuchs-Keeper Kai Miethke als Vertreter des erkrankten Thoran Mayer seinen Bayernliga-Einstand feierte, begannen gut. Nach 17 Minuten stand es nur 7:6 für den klaren Favoriten aus Friedberg. Ottobeurens Ungar György Szovszki brachte seine Mannschaft   vier Minuten vor der Pause sogar mit 12:11 in Führung. Zur Halbzeit lagen dann allerdings wieder die Gastgeber vorn, und zwar knapp mit 14:13. Auch im zweiten Durchgang blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen und spannend. Bitter für den TSVO: In der 41. Minute - beim Stand von 21:20 für die Friedberger - knickte Ottobeurens Bester, Dusko Trifunovic, um und musste wegen einer dabei erlittenen Knöchelverletzung fortan zuschauen. Auf der Gegenseite profitierten die Friedberger von Trifunovics Ausfall, der nicht nur im Angriff, sondern auch und gerade in der Abwehr eine beträchtliche Lücke hinterließ. Die Folge: Die hochgradig abstiegsgefährdeten Gäste aus dem Unterallgäu verloren immer mehr den Anschluss. Am Ende unterlagen sie mit 26:33. (dp)

 

TSVO   Dino Zubac, Kai Miethke (Torhüter) – Fabian Nägele, Filip Matijevic (3 Tore), Dusko Trifunovic (4 Tore/davon 1 Siebenmeter), György Szovszki (5), Daniel Dündar, Karlo Tomic (8/3), Luca Kaulitz (2), Zsolt Novak, Michael Höbel, Christian Schaupp (4).

Schiedsrichter Dominik Fass/Florian Güßregen (beide TV Altenfurt).

Zuschauer 400.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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