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im Allgäu

NACHGEFRAGT BEIM TSVO-KAPITÄN

 

Patrick Kofler (26) war in der Hinrunde zweitbester Torschütze der Ottobeurer Handballer. Der 1,90 Meter große Sprungwurf-Spezialist ist ein TSVO-Eigengewächs. Kofler spielte aber auch bereits für den TVM und für die TSG Söflingen.

 

Mitte Dezember haben die Landesliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) die Hinrunde abgeschlossen. In der Memminger Zeitung verrät Kapitän Patrick Kofler (26) nun, warum ihn der fünfte Tabellenplatz zur Saisonmitte nur bedingt glücklich macht. Außerdem erzählt er, weswegen er die Winterpause heuer besonders herbeisehnte.

 

Hallo Herr Kofler, wie haben Sie denn die Weihnachtstage verbracht?

Patrick Kofler: Ach, das lief alles sehr gemütlich ab, wir haben im Kreis der Familie gefeiert.

 

Hand auf`s Herz: Wie sehr haben Sie sich nach einer intensiven Vorbereitung und 13 Punktspielen auf die Pause gefreut?

Kofler: Tja, die Hinrunde war sicher nicht einfach. Je näher Weihnachten rückte, desto mehr verletzungsbedingte Ausfälle hatten wir. Demzufolge mussten die verbliebenen Spieler größere Spielanteile leisten, das war schon anstrengend. Deswegen habe ich mich diesmal sehr auf die Winterpause gefreut.

 

Kommen wir zu den Fakten: Rang fünf und 16:10 Punkte, wie beurteilen Sie dieses Zwischenergebnis?

Kofler: Ganz ehrlich: Mit 20:6 Punkten wäre ich hoch zufrieden. Die fehlen vier Punkte erkläre ich damit, dass wir nicht immer 100 Prozent unseres vorhandenen Potenzials auf die Platte gebracht haben. Ich bin zwar nicht unzufrieden, aber es wäre mehr drin gewesen.

 

Worin lagen Stärken und Schwächen des Teams?

Kofler: Wir sind sicher in der Lage, mit Geschlossenheit große Kampfkraft zu erzeugen. Doch diese Stärke müssen wir in der Rückrunde häufiger zeigen und uns im Umkehrschluss weniger auf individuellen Vorzüge verlassen. Taktisch haben wir neben der klassischen 6:0-Abwehr auch eine gute 3:2:1-Deckung gespielt. Verbessern sollten wir aber unser Tempospiel nach vorne, um eine größere Anzahl einfacher Tore zu erzielen.

 

Was gilt es in Zukunft außerdem besser zu machen?

Kofler: Naja, wir müssen breiter aufgestellt sein. Ich würde mir wünschen, dass die jungen Spieler wie beispielsweise Lukas Hutzenlaub oder Stefan Haas nach und nach mehr Verantwortung übernehmen.

 

Herr Kofler, sollte man die aktuelle Spielzeit nach dem Abstieg als Übergangsjahr begreifen, ehe der TSVO ab Sommer wieder ganz oben angreifen will?

Kofler: Nun ja, unser oberstes Ziel muss der Einbau eigener Jugendspieler sein. Inwieweit wir davon dann mittelfristig profitieren, das wird sich zeigen. Langfristig gesehen ist das aber bestimmt der richtige Weg für den TSVO.

            Interview: Dominik Prähofer

 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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