Die Nummer 1

im Allgäu

Bayernliga Herren 2017/2018


 

 

 

 


Trainer: Daniel Berkessel

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Handball-Bayernliga Ottobeurer Männer besiegen Unterhaching – Überzeugende Vorstellung nährt die Hoffnung auf den Klassenerhalt

 

Ottobeuren   Die Luft brennt im Tabellenkeller der Handball-Bayernliga. Fünf Runden vor dem Saisonende kämpfen nicht weniger als acht Mannschaften noch vehement gegen den drohenden Abstieg. Eines der acht Teams ist der TSV Ottobeuren, der nun dank eines 29:24 (13:10)-Heimsieges gegen den Mitkonkurrenten TSV Unterhaching die Chance gewahrt hat, Ende April zur überwiegenden Mehrheit der Glücklichen, weil Geretteten zu gehören. Doch Fakt ist auch: Aktuell belegen die Allgäuer (noch) einen Abstiegsplatz (13:29 Punkte).

Zum Spiel gegen Haching: Mit Dino Zubac im Tor und Michael Höbel auf der halblinken Position anstelle des verletzten Patrick Kofler begannen die Gastgeber selbstbewusst und konzentriert. Nach einer knappen Viertelstunde führten sie vor gut gefüllten Rängen mit 7:3. In einem kampf- und körperbetonten Spiel waren die Ottobeurer gegenüber der vorausgegangenen Pleite in Anzing im positiven Sinne nicht mehr wiederzuerkennen. Einsatzfreudig, gut strukturiert und hungrig auf Erfolge – so präsentierten sich die Unterallgäuer an diesem Abend. Nach 21 Minuten lagen die überlegenen Gastgeber mit 10:5 in Führung. Bis zur Pause (13:10) büßten sie noch ein wenig von diesem Vorsprung ein. Genau wie in der ersten Hälfte stellten die Einheimischen auch im zweiten Spielabschnitt das bessere Team. Nach György Szovszkis Tor zum 19:15 in der 40. Minute zogen sich die Unparteiischen mit mehreren falschen beziehungsweise stark umstrittenen Entscheidungen den Unmut der heimischen Zuschauer zu. Auch Ottobeurens Sportleiter Thomas Lang und Trainer Denny Berkessel beschwerten sich wutentbrannt bei den Schiedsrichtern, was Lang eine Zweiminuten-Strafe einbrachte. Als kurz darauf Noah Newel für die oberbayerischen Gäste auf 20:18 verkürzt hatte, waren die Hachinger kurzzeitig wieder bei der Musik. Mit drei Toren innerhalb von drei Minuten stellte TSVO-Neuzugang Dusko Trifunovic die alten Verhältnisse dann aber schnell wieder her (23:19). Kurz vor Schluss - beim Stand von 25:22 - musste der Montenegriner nach seiner Roten Karte allerdings das Feld räumen. Den vollauf verdienten Sieg ließen sich die Ottobeurer auch ohne ihren an diesem Abend besten Mann nicht mehr nehmen. Neben Trifunovic hatten auch Zsolt Novak und György Szovszki zahlreiche starke Momente in ihrem Spiel. Trainer Berkessel war nach der Partie zufrieden: „Trotz der großen Enttäuschung von Anzing sind meine Spieler heute selbstbewusst aufgetreten. Sie haben meine Vorgaben relativ gut umgesetzt. Ich hatte nie das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte.“ (dp)

 

TSVO Thoran Mayer, Dino Zubac (Torhüter) – Markus Müller (1 Tor), Fabian Nägele, Dusko Trifunovic (7 Tore/davon 1 Siebenmeter), Pius Schreyögg, György Szovszki (4), Daniel Dündar, Karlo Tomic (6), Luca Kaulitz (3), Zsolt Novak (2), Michael Höbel (2), Christian Schaupp (2), David Szücs (1).

Rote Karte Dusko Trifunovic (52. Minute/automatisch nach dritter Zweiminuten-Strafe).

Schiedsrichter Ulrich Grimm/Florian Müller (HC Cadolzburg).

Zuschauer 400.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

 

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Handball-Bayernliga Ottobeurer Männer unterliegen in Anzing – Frühe Rote Karte gegen Christian Schaupp zwingt zu Umstellungen

 

Ottobeuren Der Höhenflug ist erst einmal beendet: Nach zwei Siegen setzte es für die Bayernliga-Männer des TSV Ottobeuren nun eine 25:33 (11:20)-Niederlage beim SV Anzing (SVA), einen direkten Mitbewerber um den Klassenverbleib. Mit 11:29-Punkten belegen die Unterallgäuer weiter den vorletzten Rang, einen Abstiegsplatz.

Neben den beiden Langzeitverletzten musste Trainer Denny Berkessel auch auf Kapitän Patrick Kofler (OP nach Nasenbeinbruch) und den erkrankten Filip Matijevic verzichten. Die Anzinger, mental gestärkt vom Derbysieg in Unterhaching, gingen mit breiter Brust – und mit ihrer gefürchteten Offensivabwehr – ins Spiel. An dieser vorgezogenen Deckung prallten Ottobeurens Angriffsversuche immer wieder ab. „Wir haben uns im Angriff zu wenig bewegt und uns zu oft in Einzelaktionen verstrickt“, bemängelte Sportleiter Thomas Lang. Nach zehn Minuten lagen die Allgäuer mit 2:7 zurück. Kurz darauf war die Partie für Christian Schaupp beendet. Der Ottobeurer Kreisläufer hatte einen Gegenspieler mit zu großer Härte unglücklich im Gesicht getroffen und sah dafür die Rote Karte. Zur Pause hatten die Ottobeurer dann bereits neun Treffer Rückstand (11:20). Wesentlich ausgeglichener verlief die Partie im zweiten Abschnitt. Die Anzinger, bei denen der Kosovare Florim Hoxha zwölf Treffer zum Erfolg beisteuerte, hielten ihren Kontrahenten dennoch deutlich auf Abstand. Am Ende verloren die Gäste, bei denen György Szovszki nach einem harten Aufprall auf den Hallenboden nicht mehr weiterspielen konnte, klar mit 25:33. (dp)

 

TSVO Thoran Mayer, Dino Zubac (Torhüter) – Fabian Nägele (2 Tore), Dusko Trifunovic (6 Tore/davon 2 Siebenmeter), Attila Susan (2), György Szovszki (1), Daniel Dündar (1), Karlo Tomic (7), Luca Kaulitz (3), Zsolt Novak (2), Michael Höbel (1), Christian Schaupp.

Rote Karte Christian Schaupp (TSVO/19. Minute).

Schiedsrichter Stefan und Tanja Haderlein (beide ESV Flügelrad Nürnberg).

Zuschauer 350

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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Handball-Bayernliga   TSVO-Männer müssen am Samstag beim direkten Konkurrenten Anzing bestehen – Zuletzt feierten beide Teams Siege

 

Ottobeuren   Am 20. Spieltag der Handball-Bayernliga treffen die Bayernliga-Handballer des TSV Ottobeuren erneut auf einen direkten Mitbewerber um den Klassenerhalt. Das Auswärtsspiel im Anzinger Sportzentrum gegen den SV Anzing ist für 18 Uhr angesetzt.

Ottobeurens Tabellen-Nachbar SV Anzing (Rang 12/12:24 Punkte) hat am vergangenen Wochenende mit einem 27:24-Auswärtssieg in Unterhaching aufhorchen lassen. In heimischen Gefilden haben die „Löwen“ - so ihr Beiname - immerhin vier von neun Begegnungen gewonnen (8:10), so dass die Unterallgäuer durchaus ein heimstarker Gastgeber erwartet. Anzings Coach Hubert Müller lässt seine Jungs mit einer sehr offensiven und gleichermaßen aggressiven Deckung agieren. Zum TSVO (Platz 13/11:27 Zähler): Nach zwei Siegen in Reihe ist das Ottobeurer Selbstvertrauen spürbar gestiegen. Auch eine spielerische Weiterentwicklung der Mannschaft war in den Partien gegen Bayreuth und Rothenburg zu erkennen. Einen Schatten auf die verbesserte Gesamtstimmung wirft indes der Ausfall von TSVO-Kapitän Patrick Kofler, der im Heimspiel gegen Rothenburg einen Nasenbeinbruch erlitt. Kofler gesellt sich damit zum Duo der Langzeitverletzten bestehend aus Fabian Wiblishauser und Micky Szücs. Während der Trainingswoche mussten einige erkrankte Akteure pausieren; ihre Einsätze am Wochenende sind fraglich. Den Hinrunden-Vergleich in der Ottobeurer Dreifach-Sporthalle verloren die Unterallgäuer Ende Oktober mit 34:32, obwohl der nun im Rückspiel verletzt fehlende Kofler damals starke zwölf Tore erzielte. Auf Gäste-Seite traf der kosovarische Rechtsaußen Florim Hoxha ebenfalls zwölf Mal. Zweitbester Anzinger Schütze war Linksaußen Marco Beffa mit neun Toren. (dp)

TSVO  Dino Zubac, Thoran Mayer (Torhüter) - Fabian Nägele, Dusko Trifunovic, Filip Matijevic (?), György Szovszki, Karlo Tomic, Zsolt Novak, Daniel Dündar, Luca Kaulitz, Michael Höbel, Christian Schaupp, David Szücs (?).    

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

 

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So könnte man den Vorbericht zum kommenden Bayernliga-Spiel zwischen dem Gastgeber Anzing und Ottobeuren titulieren. Wer den Bericht verfasst hat, ist zwar nicht erkennbar, aber ersichtlich ist, dass er mit zahlreichen Unwahrheiten gespickt ist. Da meint jemand aus dem Dörfchen nördlich des Ebersberger Forstes, durch das die Autobahn A 94 läuft, ernsthaft, dass er die Ottobeurer Verhältnisse kennt.

Zum besseren Verständnis der besagte Artikel in Auszügen, der auf der Anzinger Homepage zu finden ist:

 

„Zwei Welten prallen aufeinander

Am Samstag um 18:00 Uhr steigt in der Löwenhöhle das bisher wichtigste Spiel dieser Saison. Nach dem Derbyerfolg in Unterhaching wollen die Anzinger diese zwei Punkte vergolden und sich im Kampf um den Klassenerhalt eine bessere Ausgangsposition erarbeiten. Dabei werden sie bestimmt wieder von den besten Fans unterstützt. Die Reaktion bei dem Erlebnis in der Hachinga-Halle des letzten Wochenendes war im Umfeld der Löwen überragend. Die Fans waren begeistert. Genauso soll es am Samstag gegen den TSV Ottobeuren weiter gehen.

Der Aufsteiger aus dem Allgäu hat auch sein letztes Spiel zu Hause gegen Rothenburg klar gewonnen und sich im Abstiegskampf zurückgemeldet. Das ist allerdings keine Überraschung, wenn man weiss, was die Ottobeuerer für den Klassenerhalt bereit sind zu investieren. Zwei total unterschiedliche Welten in der Ausrichtung und der Philosophie beider Gegner prallen am Samstag aufeinander.

Bei den Ottobeurern besteht das Team über die Hälfte aus Spielern aus dem Balkan und Ungarn. Hier wird kräftig investiert. Die Zweite und die Jugendmannschaften spielen in den unteren Bereichen des Bezirkes Alpenvorland. Vor vier Wochen haben die Allgäuer noch einen Erstliga-Spieler aus Montenegro geholt, der letztes Jahr dort noch Europapokal spielte. Er hat in den letzten Spielen durchschnittlich 10 bis 15 Tore pro Spiel in der Bayernliga erzielt und dadurch jetzt schon etliche Punkte für seinen TSV geholt. Ein Arbeitsvisum haben die Ottobeurer für ihn nicht erhalten. Er spielt vorläufig mit einem Touristenvisum für 90 Tage. Auch die anderen früheren Erst- und Zweitligaspieler aus Ungarn und Kroatien sind gut versorgt.

Im Gegensatz dazu der SV Anzing mit seinen 4 Herrenteams. Entwicklung eigener Spieler und das nachhaltig sind die obersten Prioritäten in der Löwenfamilie. Was Löwenfamilie heisst zeigte sich am letzten Samstag in Unterhaching als die Teams der Dritten, Zweiten und Ersten stundenlang durch die vielen mitgereisten Fans unterstützt wurden und das über mehrere Stunden lang. Hier wird Gemeinschaft und Teamgeist gelebt. Also eine ganz andere Philosophie des Leistungshandballs im Bereich der Bayernliga.

Die Löwen haben sich mit der Leistung in Haching eine gute Ausgangsposition geschaffen und spielen zu Hause. Egal wie stark der Gegener aufgerüstet hat. Die Löwen wollen und müssen dieses Spiel gewinnen. Da braucht man nicht um den heißen Brei herumreden. "Wir werden unser Konzept nicht verlassen, wollen aber trotzdem in der Bayernliga bleiben. Das ist schwer genug bei solchen Gegnern" so Manager Erber und Trainer Müller unisono.

Die Löwenfans erwartet ein Kampfspiel um jeden Meter. Auch in Punkto Motivation und Härte hat Ottobeuren einiges aufzubieten. So berichtete der Gegner Rothenburg vom letzten Spiel, dass die Allgäuer mit aller Härte vorgingen und leider die Schiedsrichter dies zugelassen haben. Die Rothenburger fuhren mit 5 Verletzten nach Hause. Die Löwen erwartet also ein harter Gang.

…“

Verfasser: unbekannt.

 

 

Die Ottobeurer Handball-Abteilung hat schon enorm „investiert“, wie zu lesen ist: Bei vier ausgefallenen Leistungsträgern im Winter (davon zwei langzeitverletzt), konnte man von Glück sprechen, dass sich Dusko Trifunovic bereit erklärt hat für den Rest der Saison auszuhelfen. Das macht er übrigens nur, weil Ottobeuren eine „saugeile Söldnertruppe“ ist, bei der jeder bundesligamäßig verdient.

Dass die halbe Mannschaft Ottobeurens aus Spielern vom Balkan und Ungarn besteht, sieht man an Juri, Dino und Karlo (3 Spieler!), die bereits seit Jahren bzw. seit Landesliga-Zeiten in Ottobeuren heimisch sind. Schaun mer mal, ob Anzing am Wochenende nur mit 6 Spieler antritt (Grins!)

Dass die anderen Ottobeurer Mannschaften nur im unteren Bereich des Bezirks spielen, stimmt ebenso wenig, wie dass Dusko letztes Jahr im Europapokal spielte. Im Übrigen liegt seine durchschnittliche Torausbeute bei 6,5 Toren pro Spiel (Quelle: nuliga!). Der Anzinger Verfasser meint auch zu wissen, dass Ottobeuren kein Arbeitsvisum für ihn erhalten hat. Geht auch gar nicht: Ottobeuren hat gar Keines beantragt! Welche Erst- und Zweitligaspieler sonst noch in Ottobeuren herumspringen, wüsste die Vereinsführung auch gerne, vor allem da die ja auch noch „sehr gut versorgt sind“. Der Rest des Artikels ist eine einzige Prahlerei aus Anzinger Sicht.

Noch ein paar Anmerkungen zum Spiel am Samstag:

Richtigerweise handelt es sich für beide Mannschaften um ein sehr wichtiges Spiel. Die Gastgeber könnten sich mit einem Sieg leicht von „Hinten“ absetzen und die Ottobeuren würden ihrerseits den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze finden. Zum bisherigen Ottobeurer Verletzungspech kommt dazu, dass Paddy Kofler wegen einem operierten Nasenbeinbruch aus dem Spiel gegen Rothenburg, wo Ottobeuren so „unfair“ war, ausfällt. Bleibt zu hoffen, dass die Anzinger Spieler nicht wie Rothenburg bei jedem Allerweltsfoul laut aufschreien. Ottobeuren hofft auf jedem Fall auf ein faires Spiel und auf eine faire und ordentlich recherchierte Berichterstattung.

 

Thomas Eberl

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