Die Nummer 1

im Allgäu

Herren 1

„Fünf Jahre lang Jugendtraum gelebt“

Nachgefragt bei Thomas Lang, dem scheidenden Handball-Trainer des TSV Ottobeuren

Ottobeuren Nach einer schwierigen Saison sind die Bayernliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gegangen. Nun folgt der große Umbruch auf personeller Ebene: Acht Ottobeurer werden in der neuen Saison nicht mehr dabei sein. Unter ihnen ist auch der „Front-Mann“, Trainer Thomas Lang (43). Im Interview mit unserer Zeitung blickt er auf Vergangenes zurück. Er äußert sich aber auch zur Zukunft des Ottobeurer Handballs.

Herr Lang, steigen wir gleich mit den Fakten ein: Nach 26 Spieltagen erreichte der TSVO Mittelfeld-Platz acht. Bereits fünf Spieltage vor dem Saisonende war der Klassenerhalt in trockenen Tüchern. Wie fällt Ihre Gesamtbilanz aus?

Thomas Lang: Nun, die Mannschaft hat unter sehr schwierigen Umständen eine gute Saison gespielt. Trotz eines Fehlstarts und trotz einer vollkommen überzogenen Strafe gegen Achim Wittlinger haben wir uns nie aufgegeben. Außerdem fehlte uns die gesamte Saison über ein Ausnahmespieler wie Mikko Koskue, mit dem wir geplant hatten. (Koskue fiel mit einer Knieverletzung lange Zeit aus; Anm. d. Red.) Ein fast unglaubliches Verletzungspech kam hinzu.

Hand auf`s Herz: Wie groß waren die Unruhe und die Abstiegsangst im Team und im Umfeld nach den vier Startniederlagen in Serie wirklich?

Lang: Natürlich war der Druck sehr groß. Nach dem Fehlstart wussten wir, dass wir lange gegen den Abstieg spielen würden. Aber das Team und vor allem die Vorstandschaft haben immer die Ruhe bewahrt.

Ex-Spielertrainer Koskue wurde Anfang Februar berufsbedingt in seine finnische Heimat verabschiedet. Wie sehr fehlte er in den letzten Saisonwochen?

Lang: Ein erfahrener Spieler wie Mikko fehlt immer. Vor allem unsere jungen Spieler hätten noch viel von ihm lernen können. Als Spieler und als Mensch war Mikko eine große Bereicherung. Unsere Zusammenarbeit war immer vorbildlich und von Respekt geprägt. Ich habe viel von ihm gelernt.

Nach fünf Jahren als erfolgreicher TSVO-Trainer ist Ihre Amtszeit nun offiziell beendet. Zur neuen Spielzeit übernimmt Harald Michaeler. So ganz reibungslos verlief Ihr Abschied aber nicht, oder?

Lang: Der Vorstand hat eine Entscheidung getroffen, etwas Neues zu probieren. Dies habe ich zu akzeptieren. Ich wusste von Anfang an über die Gespräche (zur Nachfolgeregelung; Anm. d. Red.) Bescheid. Das eine oder andere Gespräch hätte man vielleicht früher oder mit anderen Beteiligten führen können. Dies war aber nicht meine Entscheidung.

Wie sieht Ihre eigene sportliche Zukunft aus?

 

Lang: Ich werde zunächst kürzer treten, weil die Belastung in letzter Zeit sehr hoch war. In vielen Bereichen hätte ich mir etwas mehr Unterstützung gewünscht. Ob es eine weitere Zusammenarbeit geben wird, ist offen. (Eine Weiterbeschäftigung beispielsweise als Sportlicher Leiter steht im Raum; Anm. d. Red.) Ich werde jedenfalls nur das machen, wovon ich wirklich überzeugt bin.

Fünf Jahre bedeuten auch und gerade im Sport eine lange und erlebnisreiche Zeit. Welche Erinnerungen bleiben denn bei Ihnen haften?

Lang: Ich bin der Mannschaft sehr dankbar, dass sie es mir ermöglicht hat, fünf Jahre lang meinen Jugendtraum zu leben. Ich durfte zwei Mal den Bayern-Pokal gewinnen und fünf Jahre in Folge die Bayernliga halten. Das war schon eine ganz besondere Beziehung zwischen Trainer und Mannschaft.

Wie sehen Sie perspektivisch die Zukunft des TSVO-Handballs?

Lang: Durchaus positiv. Sicher wird es sehr schwer, da es jetzt einen sehr großen Umbruch in der Mannschaft geben wird und viele erfahrene Spieler aufhören. Aber wir bekommen gute Neuzugänge. Unsere jungen Spieler sind jetzt gefordert. Mit Harald Michaeler kommt ein erfahrener Trainer, der schnell ein neues Team formen muss. Wir sind bei den Herren und bei den Damen die Nummer eins im Allgäu.

Interview: Dominik Prähofer

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TSVO beendet

 Saison auf Platz acht

 

Handball-Bayernliga    Nach Heimsieg gegen Coburg herrscht in Ottobeuren Abschiedsstimmung

 

Ottobeuren    Die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) haben am Samstagabend ihre Bayernliga-Saison erfolgreich abgeschlossen. Am 26. Spieltag schlugen sie den HSC 2000 Coburg II in eigener Halle mit 33:21 (18:13). Durch diesen neunten Saisonsieg verbesserten sie sich in der Abschlusstabelle auf den achten Rang (21:31 Punkte). Die selbst gesteckte Zielstellung `einstelliger Tabellenplatz´ haben sie damit erfüllt. Vor dem Spielbeginn verabschiedete TSVO-Handball-Vorsitzender Willi Höbel den scheidenden Trainer Thomas Lang und sieben Akteure: Die Routiniers Stefan Albrecht, Stefan Bartenschlager, Gunther Kotschmar, Roman Polyfka, Thomas Schaffer und Achim Wittlinger beenden ihre Handball-Karriere. Johannes Erhart wird in der neuen Saison berufsbedingt nicht dem TSVO-Aufgebot angehören. Zum Spiel: Von einem 1:2-Rückstand zu Beginn erholte sich Gastgeber Ottobeuren schnell, drehte die Partie und lag bis zum späteren 8:8 (16. Minute) stets in Führung. Ein in Abwehr wie Angriff gut abgestimmtes Teamverhalten, Disziplin und eine hohes Maß an Konzentration ermöglichten den Unterallgäuern dann eine Fünf-Tore-Halbzeitführung. Auch in der zweiten Hälfte blieben die Gelb-Schwarzen am Drücker. Kapitän Achim Wittlinger drehte in seinem letzten Auftritt für den TSVO noch einmal voll auf und erzielte Mitte der zweiten Hälfte zwei sehenswerte Tore – eines davon resultierte aus einem eindrucksvollen Handgelenkswurf. Sieben Bälle versenkte Wittlinger insgesamt im Gehäuse der oberfränkischen Gäste. Überboten wurde er in dieser Hinsicht lediglich vom ungarischen Sprungwurf-Spezialisten Andras John (elf Treffer). Gegen in der Endphase merklich nachlassende Coburger schraubten die Ottobeurer das Resultat weiter in die Höhe. Schon gut zehn Minuten vor dem Ende war die Begegnung praktisch entschieden. Ganz eindeutig war der Kantersieg zum Saisonfinale ein mit Herz und Leidenschaft erzielter Mannschaftserfolg. „Wir haben heute eines der besten Saisonspiele gemacht und hatten endlich auch mal den richtigen Zug zum Tor“, sagte Coach Thomas Lang nach dem Spiel. Der Sieg und der damit verbundene Platz acht hätten ihm einen „Riesen-Abschluss“ seiner fünfjährigen Trainer-Tätigkeit beim TSVO beschert. Gegenüber der Mannschaft empfinde er rückblickend auf diese Zeit eine tiefe Dankbarkeit. Seine eigene Zukunft ließ Lang zunächst offen. (dp)

 

So haben sie gespielt

Das Aufgebot des TSV Ottobeuren (TSVO): Zoltan Varga, Stefan Albrecht (beide Tor); Thomas Schaffer, Achim Wittlinger (7 Tore), Philipp Dündar, Attila Susan (3), Roman Polyfka (2 Tore/davon 2 Siebenmeter), Christian Schaupp (1), Andras John (11), Benedikt Bartenschlager (4), Gunther Kotschmar, Michael Höbel (4), Christian Stumpf (1), Stefan Schneider.

Schiedsrichter: Krauss / Stengel (SVN München / MTV 79 München)

Zuschauer: rund 300. (dp)

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Letzter Akt mit Wehmut

 

Handball-Bayernliga    Ottobeuren erwartet zum Saisonfinale Coburg – Trainer Lang und sieben Spieler nehmen Abschied

 

Ottobeuren    Vorhang auf für den Schlussakt: Mit dem Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg II am heutigen Samstag ab 20 Uhr beenden die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) die Bayernliga-Saison 2011/12. Die am Saisonende stets herrschende Abschiedsstimmung wird diesmal außergewöhnlich intensiv sein. Eine große Portion Wehmut wird mitschwingen. Denn gleich acht Ottobeurer nehmen dann Abschied vom TSVO. Trainer Thomas Lang, 43, coacht seine letzte Partie als Ottobeurer Trainer. Zur neuen Saison wird er von Harald Michaeler ersetzt (wir berichteten). Die Liste der Spieler-Abgänge ist lang: Mit Stefan Albrecht, Achim Wittlinger, Roman Polyfka, Gunther Kotschmar, Stefan Bartenschlager und Thomas Schaffer beenden sechs Akteure ihre Laufbahn. Zudem wird Johannes Erhart zumindest in der kommenden Spielzeit aus beruflichen Gründen nicht für den TSVO aktiv sein. Im Gegenzug haben die Unterallgäuer mit Daniel Berkessel, Tim Ramsauer und Patrick Kofler (alle vom TV Memmingen) bereits drei Neuzugänge bekanntgegeben. Zur Begegnung am Samstag: Mit einem Sieg könnten die Hausherren (Platz elf/19:31 Punkte) den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Oberfranken (Rang zwölf/20:30) überholen und in der Abschlusstabelle noch eine einstellige Platzierung erreichen. Der 35:33-Sieg im Hinrundenspiel in Coburg dürfte Motivationshilfe bei dieser Zielsetzung sein. Spannend zu beobachten wird sein, in welcher Besetzung die Coburger Drittliga-Reserve im Allgäu antritt. Für den HSC steht am Sonntag das Drittliga-Heimspiel gegen Duderstadt auf dem Programm; insofern ist unklar, welche Akteure aus dem Gesamtkader die am Vortag anstehende weite Fahrt nach Ottobeuren bestreiten werden. Trainer Ralf Baucke steht eine Mischung aus Routiniers und „jungen Wilden“ zur Verfügung. Mitte-Spieler Hajck Karapetjan (14-facher Torschütze im Hinspiel), der linke Rückraum-Werfer Andreas Wolf und Kreisläufer Stefan Schuhmann sind die einflussreichsten Akteure im HSC-Spiel. Zum TSVO: Beim Saisonfinale wollen die Gastgeber ihre Wurfchancen besser nutzen, als dies im Saisonverlauf häufig der Fall war. Die Gelb-Schwarzen vertrauen auf ihre gute Defensive, die nach Gegentoren die zweitbeste der Spielklasse ist. Roman Polyfkas Einsatz ist wegen einer Knieverletzung fraglich. Alle übrigen Spieler sind fit. (dp)

 

So wollen sie spielen

Die voraussichtliche Aufstellung des TSV Ottobeuren (TSVO):

Zoltan Varga, Stefan Albrecht (beide Tor); Thomas Schaffer, Achim Wittlinger , Philipp Dündar, Attila Susan, Roman Polyfka, Andras John, Benedikt Bartenschlager, Gunther Kotschmar, Michael Höbel, Christian Stumpf, Christian Schaupp, Stefan Schneider. (dp)

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Unglücklich verloren

 

Handball-Bayernliga    TSV Ottobeuren unterliegt in Simbach mit 21:22

 

Simbach/Ottobeuren    Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison hat der TSV Ottobeuren (TSVO) beim Neuling TSV Simbach eine 21:22 (10:13)-Niederlage hinnehmen müssen. Mit jetzt 19:31 Punkten finden sich die Ottobeurer im hinteren Tabellenmittelfeld wieder. Ohne sechs Stammkräfte und mit nur acht Feldspielern waren die Gäste beim starken Aufsteiger angetreten. Trotz dieser widrigen Umstände gelang ihnen eine beherzte Vorstellung. In einer ausgeglichenen Anfangsphase überzeugte das TSVO-Team mit taktischer Disziplin gegen die offene Simbacher Deckung. Benedikt Bartenschlager kassierte bereits Mitte der ersten Hälfte seine zweite Zeitstrafe und war somit rotgefährdet. Dies zwang die Allgäuer zu Umstellungen. In jener Phase handelten sie sich einen Fünf-Tore-Rückstand ein, den sie bis zur Pause etwas abschwächen konnten. Eingangs der zweiten Halbzeit schafften die Ottobeurer den Ausgleich (13:13). In den Schlussminuten rissen sie sogar die Führung an sich (20:18), welche die Niederbayern indes mit dem Ausgleich beantworteten (20:20, 57. Minute). In der Endphase vergaben die Gelb-Schwarzen mehrere Wurfchancen - unter anderem während einer Überzahlsituation. Letztlich verloren sie die Partie denkbar knapp. Coach Thomas Lang lobte seine Mannschaft für eine „gute Leistung“. Leider habe man vergessen, den Sack zuzumachen. Ein Extra-Lob seines Trainer bekam Youngster Christian Schaupp, der eine bemerkenswerte Leistung geboten hatte. (dp)

 

(i) Termin    Am nächsten Samstag, 28.04.2012 findet das abschließende Saison-Heimspiel des TSVO statt. Der Gegner ist dann der HSC Coburg II. (dp)

 

So haben sie gespielt

 

Die Aufstellung des TSV Ottobeuren (TSVO): Zoltan Varga, Tibor Somogyi (beide Tor); Achim Wittlinger (3 Tore), Philipp Dündar, Attila Susan (4), Andras John (8 Tore/davon 5 Siebenmeter),

Benedikt Bartenschlager, Michael Höbel (3), Christian Stumpf (1), Christian Schaupp (2).

 

Schiedsrichter: Hübner / Jedzik (SG Schwabach/Roth)

 

Zuschauer: rund 200 (dp)

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Gegen einen frechen Aufsteiger

 

Handball-Bayernliga    Ottobeuren bestreitet in Simbach letztes Auswärtsspiel der Saison

 

Ottobeuren    Insgesamt knapp 500 Kilometer werden die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO/Tabellenplatz zehn/19:29 Punkte) am heutigen Samstag unterwegs sein. Ab 16.30 Uhr treten sie in Niederbayern beim wackeren Aufsteiger TSV Simbach (Rang sechs/23:25) an. Unter dem Trainergespann Martin Voigt und Stefan Augustin pflegen die Simbacher einen gefährlichen Tempohandball. Mit diesem Stil hat das junge, eingespielte Team bereits für etliche Überraschungen gesorgt. Obendrein sind die Gastgeber  auch echte Unentschieden-Spezialisten: In 24 Partien haben sie außergewöhnlich oft, nämlich sieben Mal, mit dem Gegner die Punkte geteilt. Beim Hinrunden-Spiel im Allgäu entführten sie allerdings beide Zähler (24:22). Linksaußen Thomas Schmidtke und Rückraum-Akteur Lukas Aigner zählen laut der Internetseite bliga.info zu den sieben besten Liga-Torschützen. Die Ottobeurer dagegen wollen in den beiden letzten Begegnungen punkten, um einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Wie bei der jüngsten Niederlage in Auerbach bekommen sie es auch in Simbach mit einer offensiven gegnerischen Deckung zu tun. Intelligente spielerische Lösungen sind also gefragt. Die zuletzt gezeigten Leistungsschwankungen wollen sie diesmal gering halten. Neben den Langzeitverletzten Stefan Bartenschlager, Thomas Schaffer und Johannes Erhart werden in Simbach auch Torhüter Stefan Albrecht und Rückraum-Spieler Roman Polyfka (beide wegen Knieproblemen) nicht einsatzfähig sein. Für Keeper Albrecht rückt Tibor Somogyi aus der zweiten Mannschaft in den Bayernliga-Kader. (dp)

 

So wollen sie spielen

Die voraussichtliche Aufstellung des TSV Ottobeuren (TSVO):

Zoltan Varga, Tibor Somogyi (beide Tor); Achim Wittlinger, Philipp Dündar, Attila Susan, Roman Polyfka,

Andras John, Benedikt Bartenschlager, Gunther Kotschmar, Michael Höbel, Christian Stumpf, Christian Schaupp (dp)

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