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Freud und Leid dicht beisammen

Handball TSV Ottobeuren: Frauen feiern Meisterschaft und Aufstieg – Männer verlieren 16:18 gegen Bayreuth

Ottobeuren Für den TSV Ottobeuren ist der vergangene Samstag der größte Tag in der Geschichte des Frauen-Handballs gewesen. Das Landesliga-Team feierte nach einem 22:10 (10:5)-Heimsieg gegen den VfL Günzburg vorzeitig die Meisterschaft und spielt damit in der neuen Saison erstmals in der Bayernliga. Möglich wurden diese Erfolg auch deshalb, weil Verfolger Taufkirchen fast zeitgleich gegen Freising verlor (Bericht folgt). Die Männer hat dagegen weniger Grund zur Freude: Sie verloren ihr Heimspiel gegen den HaSpo Bayreuth mit 16:18 (7:11). Insbesondere in der ersten Halbzeit zeigten die Gastgeber eine schwache Vorstellung. Sie sind dennoch unverändert im Tabellenmittelfeld angesiedelt (19:27 Punkte) und haben nun – genau wie die Frauen - über das Osterwochenende spielfrei. Einige TSVO-Akteure fanden gegen die abstiegsgefährdeten Bayreuther keine rechte Einstellung zum Spiel. Schon nach etwa einer Viertelstunde nahm Trainer Thomas Lang beim Stand von 2:6 eine Auszeit. Nach 20 Minuten hatten die Gäste ihren Vorsprung gar auf sechs Tore erhöht. Die Hausherren agierten über weite Strecken ohne den letzten Biss und ließen Entschlossenheit und Zielstrebigkeit weitgehend vermissen. Das altbekannte Problem bei der Chancenverwertung trat erneut zu Tage. Dass es für die um jeden Punkt kämpfenden Oberfranken um weit mehr ging als für die im „Klassenkampf“ bereits gesicherten Ottobeurer, war spürbar. Gestützt auf den bravourös haltenden Keeper Tobias Niessner sorgte das HaSpo-Team mit schnellen Tempogegenstößen immer wieder für Torgefahr. Der Bayreuther Marius Hümpfer sah in der Schlussminute des ersten Durchgangs die Rote Karte. Zur Pause hatten die Ottobeurer einen Vier-Tore-Rückstand zu verdauen. Nach dem Wiederbeginn stemmten sie sich zunächst mit Macht gegen die drohende Heimpleite. Durch vier Treffer in Folge von zweimal Benedikt Bartenschlager, Achim Wittlinger und Andras John glichen sie die Partie aus (12:12; 39.). Dieses Aufbäumen blieb aber letztlich nur ein Sturm im Wasserglas. Die Gäste setzten sich auf drei Tore ab und behielten trotz aufkommender Hektik bis zuletzt die Oberhand. TSVO-Coach Lang bemängelte nach der Begegnung die mangelnde Einstellung einiger Spieler. Enttäuscht zeigte er sich darüber, dass die Mannschaft besprochene Vorgaben nicht umgesetzt habe. (dp)

So haben sie gespielt

Der Kader des TSV Ottobeuren (TSVO): Zoltan Varga, Stefan Albrecht (beide Tor); Achim Wittlinger (5 Tore), Attila Susan (1), Roman Polyfka (2 Tore/davon 1 Siebenmeter), Andras John (1), Benedikt Bartenschlager (5), Gunther Kotschmar, Michael Höbel (1), Christian Stumpf (1), Christian Schaupp, Stefan Schneider

Rote Karte: Marius Hümpfer (Bayreuth/30.)

Schiedsrichter: Angelika Elfinger / Kerstin Wölfel (HC Erlangen / TSV Röthenbach)

Zuschauer: rund 350 (dp)

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