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Personalnot vor dem Derby

 

Handball    Bayernligist TSV Ottobeuren ist am Samstag beim TSV Haunstetten zu Gast – etliche Spielerausfälle

 

Augsburg/Ottobeuren     Am zweiten Spieltag der neuen Bayernliga-Saison treten die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) beim TSV Haunstetten an. In der Albert-Loderer-Sporthalle ist heute, Samstag, um 16 Uhr Anwurf für dieses schwäbische Derby. Besondere Beachtung auf Augsburger Seite verdient Linkshänder Matthias Bause (27). Der Rückraum-Spieler kam in der letzten Saison auf einen Toreschnitt von rund fünf Treffern pro Partie. In dieser Spielzeit verpatzten beide Mannschaften den Auftakt: Die Allgäuer unterlagen zu Hause gegen Fürstenfeldbruck mit 16:22, während Haunstetten in Bayreuth mit 29:33 verlor. Weitere Gemeinsamkeit: Beide Trainer plagen personelle Probleme. Gastgeber-Coach Stefan Ebert wird unter anderem ohne Alexander Horner (Kahnbeinbruch) auskommen müssen. Auf TSVO-Seite fehlen weiterhin Mikko Koskue (Knie) und Christian Stumpf (studienbedingter Auslandsaufenthalt). Über das genaue Strafmaß von Achim Wittlingers Sperre aus dem jüngsten Heimspiel (Rote Karte; wir berichteten) sind die Ottobeurer nach eigenen Angaben vom Bayerischen Handball Verband (BHV) bis dato noch nicht unterrichtet worden. Wittlinger wird in Haunstetten aber in jedem Fall pausieren müssen. Ebenso fehlen wird Thomas Schaffer. Das Mitwirken von Gunther Kotschmar ist auf Grund einer Verletzung sehr fraglich. „Die Situation zwingt uns dazu, Einiges auszuprobieren. Mancher Spieler wird ungewohnte Aufgaben übernehmen müssen“, betont Trainer Thomas Lang. Zuletzt gegen `Bruck´ konnte sein Team defensiv gefallen. Verbesserungspotenzial sieht Lang dagegen in der Chancenauswertung und in der Konzentration beim Abschluß. (dp)

Die voraussichtliche Aufstellung:

TSV Ottobeuren (TSVO): Zoltan Varga, Stefan Albrecht (beide Tor); Michael Karlstetter, Philipp Dündar, Attila Susan, Roman Polyfka, Andras John,

Benedikt Bartenschlager, Gunther Kotschmar, Stefan Bartenschlager, Michael Höbel (dp)

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Ordentlicher Einstand

 

Handball Bayernligist TSV Ottobeuren verliert Saison-Auftaktspiel gegen Liga-Favorit Fürstenfeldbruck mit 16:22

 

Ottobeuren Zwar haben sich die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) im Premierenspiel der neuen Saison recht ordentlich präsentiert. Gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten TuS Fürstenfeldbruck verloren sie eine torarme Begegnung dennoch mit 16:22 (10:12). Den besseren Beginn vor etwa 400 Zuschauern hatten die Gäste aus `Bruck´. Dies auch deshalb, weil der TSVO zweimal nur die Torbegrenzung traf. Rechtsaußen Stefan Bartenschlager (31) gelang das erste Saisontor für die Allgäuer. Nach dem Zwischenstand von 2:5 holten die Gastgeber auf und gingen später in Führung. Dem ungarischen Neuzugang Andras John („Die sehr familiäre Stimmung in Ottobeuren gefällt mir gut“) gelang nach 21 Minuten sein erstes Pflichtspiel-Tor für den neuen Klub (9:8). Der sprunggewaltige linke Rückraumspieler ließ mehrfach sein Potenzial aufblitzen. „Wir waren in der ersten Halbzeit komplett ebenbürtig“, bilanzierte TSVO-Trainer Thomas Lang (42). Die personelle Lage war schon vor dem Spielbeginn angespannt gewesen: Wegen seiner langwierigen Knieverletzung fehlte Regisseur Mikko Koskue (35). Christian Stumpf (22, studienbedingter Auslandsaufenthalt) stand ebenso nicht im Kader. Die Situation sollte sich im zweiten Durchgang weiter verschärfen. Binnen weniger Minuten wurden John (normale Disqualifikation; ohne Sperre) und Achim Wittlinger mit Roten Karten von der Spielfläche verbannt. In einer hitzig umkämpften Szene traf Wittlinger seinen Gegenspieler Nick Huber unabsichtlich im Gesicht. Konsequenz: Ein Sonderbericht seitens der Schiedsrichter und eine Sperre für den Mann mit der Rückennummer fünf. Diese Aktion geschah in der Phase des Wiederbeginns, in der das TSVO-Team zu wenig Präsenz zeigte. Die oberbayerischen Gäste konnten sich so auf sechs Tore Unterschied absetzen. Im Angriff war Ottobeuren nun viel zu harmlos (nur sechs eigene Treffer in der zweiten Hälfte). Die geringen Wechselmöglichkeiten machten sich negativ bemerkbar. Überdies zog sich Abwehrchef Gunther Kotschmar im Verlauf der Partie eine Rückenverletzung zu. Philipp Dündar (19) kam zu seinem  ersten Bayernliga-Einsatz. Letztlich bejubelte die Gästemannschaft von Trainer Martin Wild (früher TSVO) einen verdienten Sieg. Sein Kollege Thomas Lang machte seinem Team keine Vorwürfe: „Die Mannschaft hat bis zum Schluß gekämpft. Man muß aber auch die Substanz des Gegners anerkennen“. (dp)

So haben sie gespielt:

TSV Ottobeuren (TSVO): Zoltan Varga, Stefan Albrecht (beide Tor); Michael Karlstetter, Thomas Schaffer (1 Tor), Achim Wittlinger, Philipp Dündar, Attila Susan, Roman Polyfka (3 Tore/davon 2 Siebenmeter), Andras John (2), Benedikt Bartenschlager, Gunther Kotschmar, Stefan Bartenschlager (5), Michael Höbel (5)

Rote Karten: TSVO: John (42.), Wittlinger (46.) - FFB: Krauss (59.)

Schiedsrichter: Jürgen Gilcher / Roland Schmidt (beide TSV 2000 Rothenburg)

Zuschauer: 400 (dp)<-->

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Eingestellt auf Abstiegskampf

 

Handball Bayernligist TSV Ottobeuren startet am heutigen Samstag gegen den TuS Fürstenfeldbruck in die neue Saison

 

Ottobeuren Für die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) beginnt heute die neue Bayernliga-Saison. Das Heimspiel gegen den Regionalliga-Absteiger TuS Fürstenfeldbruck (20 Uhr, Dreifach-Turnhalle) ist gleich zum Auftakt eine anspruchsvolle Aufgabe. Rückblende: Der vergangene Dienstagabend, Dreifach-Turnhalle, Mannschaftstraining. Es riecht förmlich nach Arbeit. Nach dem dreitägigen Trainingslager in Bregenz und Hard (Österreich) machen sich die TSVO-Akteure in vertrauter Umgebung fit für die bis Ende April anstehenden 26 Punktspiele. Das anfängliche Hallenfußball-Spiel bringt die Sportler in Schwung. Anschließend bittet Spielertrainer Mikko Koskue (35), der seine Viruserkrankung vollständig überwunden hat, zum Handball-Training. Während der Übungen wird nur wenig gesprochen. Von jedem Einzelnen ist jetzt konzentrierte und saubere „Wurfarbeit“ gefragt. „Die Trainingsinhalte orientieren sich an der Spielweise des kommenden Gegners“, erklärt Trainer Thomas Lang (42). „Die `Brucker´ praktizieren ein Tempogegenstoß-Spiel und bauen auf die `Schnelle Mitte´“ (siehe Begriffserläuterung), so der Coach weiter. In den eigenen Reihen hofft er dagegen auf eine Verbesserung des Abwehrverhaltens. Dabei helfen soll auch der einzige Neuzugang Andras John (21). Der auch in der Deckung einsetzbare linke Rückraumspieler wechselte vom ungarischen Zweitligisten Ajka ins Allgäu. Mit der Vorbereitung zeigen sich die Ottobeurer zufrieden. Man habe „sehr hart gearbeitet“ (Koskue), und viele Spieler hätten einen Sprung nach vorn gemacht. Beim Ausblick auf die neue Spielzeit gibt sich Lang dennoch keinen Illusionen hin. Er spricht von einer „ganz schweren Saison“, die möglicherweise der Vorsaison ähneln könnte. In anderen Worten: Dem TSVO steht möglicherweise ein siebenmonatiges, zähes Ringen um den Liga-Erhalt bevor. Der neugewählte Vorsitzende Willi Höbel (wir berichteten) erkennt einen grundsätzlichen Veränderungsbedarf: „Wir wollen wieder mehr in die Jugendarbeit investieren und unsere jungen Spieler schneller auf Bayernliga-Niveau bringen“. Vom geplanten Bau einer Doppel-Turnhalle unweit der bestehenden Sportstätte erhofft sich der Ottobeurer Handball-Chef verbesserte Rahmenbedingungen für die Handball-Abteilung. Mit dem Neubau soll laut Höbels Worten im kommenden Jahr begonnen werden. In der bestehenden Dreifach-Turnhalle wurde in der Sommerpause das Foyer umgestaltet. Dem treuen Publikum soll dadurch eine höhere Aufenthaltsqualität geboten werden. Der Besucherschnitt der Vorsaison war mit 355 pro Spiel der viertbeste der vierten Liga. Zur personellen Lage vor dem Ligastart: Spielertrainer Koskue (Knorpelschaden im linken Knie; fehlt als Spieler noch einige Wochen) und Christian Stumpf (studienbedingter Auslandsaufenthalt) werden den Saisonauftakt verpassen. Hingegen wird Thomas Schaffer (31) nach seinem Karriereende für mindestens die ersten drei Partien dem Team aushelfen. (dp)

 

Der Begriff „Schnelle Mitte“:

Dabei handelt es sich um einen zügig ausgeführten Anwurf direkt nach einem gegnerischen Torerfolg. (dp)<-->

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