Die Nummer 1

im Allgäu

Tränenmeer, aber nicht wegen der Niederlage

 

Das letzte Spiel gegen Haunstetten stand irgendwie eher im Hintergrund am Samstag in der Ottobeurer Sporthalle. Haunstetten war wegen einer Relegationsabsage in der dritten Liga auch nicht mehr vom Abstieg bedroht, so dass es um nicht Zählbares mehr ging. Dennoch kurz zum Spiel: Ottobeuren tat sich wie schon im Hinspiel schwer einen vernünftigen Angriff aufzubauen, doch mit einer passablen Abwehr hielt man sich zunächst vorne (5:3, 7:5). Das Ruder übernahmen dann jedoch bald die Gäste und nach 18 Minuten führten diese 8:9. Sämtliche Absprache- und technische Fehler luden den Augsburger TSV zu Gegenstößen und freien Würfen vom Kreis ein, was sich auch im 12:17- Halbzeitrückstand widerspiegelte. Durchgang zwei zeigte zwar eine deutlich engagiertere Abwehr, wodurch die Damen auch peu à peu den Rückstand verringerten, doch es sollte zunächst einfach nicht zum Ausgleich kommen. Bei  19:20 hatte man zwei hochkarätige Chancen, aber stattdessen erhöhte Haunstetten erneut auf 19:22. Wieder kämpfte man sich heran und erzielte den langersehnten  24:24- Gleichstand. Zum Führungswechsel kam es jedoch nicht. Die Punkte nahmen die Gäste mit, da auch der letzte Wurf an die Latte ging und es beim 26:27- Endstand blieb. Tibor Somogyi nach dem Spiel: "natürlich hätten wir lieber mit einem Sieg die Saison beendet, aber dafür haben wir insgesamt zu viele Chancen liegen lassen. Mit unserer Saison sind Bettina und ich jedoch mehr als zufrieden und freuen uns schon auf das nächste Jahr mit dem Team. " Die Damen erzielten mit dem sechsten Platz den größten Erfolg der bisherigen Vereinsgeschichte. 

Neben- oder Hauptschauplatz waren jedoch die Abschiede, welche die Mannschaft nehmen musste. Für Kapitän Juliane Dittmann, Torhüterin Kathrin Korda und Linkshänderin Sarah Puttner war es das letzte Spiel im Trikot der Schwarz-Gelben und so wurden sie von Abteilungsleiter Willi Höbel mit rührenden Worten verabschiedet, dass doch die ein oder andere dicke Träne in der Mannschaft geflossen ist. (jd)

 

Es spielten: Birgit Gerl, Kathrin Korda, Isabel Puttner (1), Regina Bari-Nagy (7/3), Celine Würdinger (1), Nadine Kofler (3), Julia Schillinger (6/2), Lena Keßler (5), Pia Hitzlberger, Sarah Puttner, Cosima Eckermann (3)

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Versöhnliches Saisonende erwünscht

 

Es steht die letzte Bayernligapartie der laufenden Saison für die Handballdamen aus Ottobeuren an. Faktisch geht es um nichts mehr, man hat dank einer überragenden Rückrunde einen sicheren Mittelfeldplatz (aktuell Rang 6) erspielt und kann absolut zufrieden sein. Zu Gast ist der TSV Haunstetten. Für die Augsburger Reserve der 2. Bundesliga geht es um weitaus mehr. Nur mit einem Sieg (und gleichzeitiger Niederlage von Rimpar) haben sie noch Chancen auf den Relegationsplatz (welcher Aufgrund der Situation in der dritten Liga noch nicht sicher existiert). Man erinnert sich jedoch noch mit bitterem Nachgeschmack an das Spiel aus der Hinrunde. Im Januar hatte man die wohl schlechteste Saisonleistung abgeliefert und gegen den damals letztenplatzierten Haunstetten 24:16 verloren. Hier will man sich also noch revanchieren und sich auch den Zuschauern zum Abschied von seiner besten Seite zeigen. 

Stichwort Abschied beschäftigt die Mannschaft wie immer zum Saisonende leider auch. Nach den frühzeitigen Aufhören von Adrienn Zsigmond werden noch drei weitere Spielerinnen das Team verlassen. Sarah Puttner, die 2011 von Marktoberdorf nach Ottobeuren kam. 2013 hat sich dann eine zweijährige Pause wegen eines Jobs in London gemacht und 2015 dann wieder zur Mannschaft zurückgekehrt. Da sie jedoch in Augsburg wohnt und arbeitet ist der Aufwand leider zu groß. Auch die beiden Mindelheimerinnen Kathrin Korda und Juliane Dittmann beenden ihre Karriere beim TSV Ottobeuren. Seit 2008 und damit dem Aufstieg in die Landesliga gehören die beiden zum Team. Korda wird ihre Handballkarriere aus beruflichen Gründen beenden. Kapitän Dittmann hat ihr letztes Spiel für den TSV im November 2014 bestritten, in welchem sie sich zum dritten Mal das Kreuzband riss und demnach die Handballschuhe auch an den Nagel hängt. Tibor Somogyi dazu: "es ist ein großer Verlust, dass uns die drei verlassen und sie werden auch menschlich erst eimal eine Lücke hinterlassen; aber in einer Mannschaft gibt es immer Veränderungen und wir werden im nächsten Jahr mit einem neuen alten Team wieder mit vollem Engagement weiterarbeiten." Nun heißt es sich auf einen versöhnlichen Saisonabschluss zu konzentrieren. Anstoß ist dieses Mal Samstag um 18 Uhr. (jd)

 

 

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Keine Punkte in Rimpar

 

Der letzte Auswärtsauftritt bleibt für die Schwarz-Gelben ohne Punktgewinn. In Rimpar stand eine sehr engagierte Gastgebermannschaft auf dem Feld, teils auch mit personeller Änderung im Vergleich zum Hinspiel. Für sie stand nach Samstagabend fest, dass sie mit dem viertletzten Platz noch die Liga halten können und warfen natürlich alles in eine Wagschale. Zwar gelang Ottobeuren der bessere Start mit 1:4, doch viele technische Fehler und Unaufmerksamkeiten führten zu einem 6:6 und schließlich einem 12:9- Halbzeitrückstand. Obwohl die TSV Torhüterinnen Korda und Gerl sehr gut hielten gelang es nicht das Spiel zu drehen. Nadine Kofler zeigte ebenfalls gute Aktionen, auch in dem sie immer wieder ein gutes Auge für Isabel Puttner am Kreis hatte. Hingegen fehlte Judith Sonnberger und Regina Bari-Nagy auf der rechten Seite, die kaum eingesetzt werden konnte wegen Krankheit. Der Verlauf zeigte nach 16:14, 18:18 und 18:20 einen ausgeglichenden Wechsel der Teams, doch am Ende behielt Rimpar mit 25:23 die Oberhand. Nicht zuletzt wegen ihrer Halblinken Spielerin, die 10 der 25 Tore erzielte. Für Ottobeuren ändert diese Tatsache nichts, man bleibt auf einem soliden sechsten Platz der Bayernliga. (jd)

 

 

Es spielten: Birgit Gerl, Kathrin Korda, Isabel Puttner (3), Regina Bari-Nagy, Celine Würdinger (4), Nadine Kofler (1), Julia Schillinger (4), Lena Keßler (6/4), Sarah Puttner (2), Cosima Eckermann (3)

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Letzte Auswärtsfahrt

 

Das letzte Ziel der Saison ist Rimpar in Unterfranken. Die Gastgeber stehen aktuell auf einem Abstiegsplatz (Rang 12 von 14) doch sie haben noch alle theoretischen Chancen in der Liga zu verbleiben. Die Konstellation in der 3. Liga lässt noch offen, wer und ob von Bayreuth/Regensburg hier in die Bayernliga kommen wird. Dementsprechend können hier noch bis zu vier Mannschaften absteigen. Rimpar muss dementsprehend in den letzten beiden Spielen punkten um gegen Konkurrent Haunstetten im Ernstfall zu bestehen. Im Hinspiel war man bereits deutlich erfolgreich (32:19) und auch sonst ist aus Ottobeurer Seite ein Sieg wünschenswert. Tibor Somogyi vor der Partie: "ich fordere, dass wir bis zum Saisonende alles geben und so unsere gute Serie der Rückrunde zu Ende führen. Es ist für die Spielerinnen wichtig mit einem guten Gefühl in die Pause zu gehen. So ist die Motivation zum nächsten Jahr hin besser". Das Trainergespann Somogyi/Braun hat bereits für die kommende Bayernligasaison zugesagt und so planen die beiden natürlich langfristig. "Unser Überzahlspiel war in dieser Woche im Fokus, denn den vermeintlichen Vorteil auf dem Spielfeld spielen wir leider nur selten bis gar nicht aus. Hier kann man einfache Tore machen". Diese und weitere Dinge möchte man nun in der Partie in Rimpar festigen und am Besten mit den zwei Punkten ins letzte Heimspiel gehen. Fraglich ist noch der Einsatz von Lena Keßler (Fingerverletzung) und Judith Sonnberger (Knie). Nadine Kofler ist beruflich unterwegs und ebenfalls unsicher im Kader. Auch Trainer Somogyi hat erneut parallel mit seiner Jugend auf einem Turnier und ist nicht sicher mit an Board. (jd)

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Tabellenführer Punkt abgenommen

 

Die Zuschauer sahen in der Ottobeurer Sporthalle von Beginn an zwei engagierte Abwehrmannschaften, wobei der HSV Bergtheim nach 3:3 lange Zeit die Führung übernahm. 5:9, 10:15 und zur Pause 12:15 lag man zurück. Erfreulich war der Wiedereinstieg von Cosima Eckermann, die mit einem guten Comeback Ottobeurens Spiel stabilisierte. Auch Lena Keßler, Regina Bari-Nagy und Julia Schillinger trugen vor allem dazu bei dass ihre Mannschaft weiter kämpfte und auf 17:17 ausglich. Nach einem erneuten Rückstand (18:21) kamen sie ein weiteres Mal zurück und übernahmen sogar mit 25:24 die Führung. Die spielentscheidenden Minuten waren am Schluss. Der TSV O blieb weiter vorne mit 27:26 und hatte kurz vor Abpfiff noch den Sieg vor Augen. Doch Bergtheim erlangte einen verlorenen Ball im Angriff der Ottobeurerinnen und traf zum 27:27- Unentschieden. Bettina Braun nach dem Spiel: " unsere Schwachstelle war heute leider das Überzahlspiel, in dem wir mehr Tore kassierten als selbst machten. Trotzdem war es eine super Leistung gegen den Spitzenreiter. Wir haben uns zwei Mal zurückgekämpft und letztendlich den Punkt gewonnen." (jd)

 

Es spielten: Birgit Gerln, Kathrin Korda, Regina Bari-Nagy (11/3), Isabel Puttner , Anna Keck , Judith Sonnberger (1) , Nadine Kofler , Julia Schillinger (8), Lena Keßler (5/1), Pia Hitzlberger, Sarah Puttner , Cosima Eckermann (2)

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