Die Nummer 1

im Allgäu

MZ-Interview mit Thomas Lang, dem Sportlichen Leiter der TSVO-Handballer

 

Ottobeuren Der TSV Ottobeuren ist zurück in der Handball-Bayernliga: Durch einen 31:22-Heimsieg im Relegations-Rückspiel gegen Heidingsfeld haben die Unterallgäuer ihren lang ersehnten Aufstiegstraum verwirklicht. Die MZ hat zusammen mit dem Sportlichen Leiter Thomas Lang die Saison Revue passieren lassen.

 

Herr Lang, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg. Beschreiben Sie doch mal bitte Ihre Gefühlslage …

Thomas Lang: Vielen Dank. Es fühlt sich genial an, nach so einer langen Saison mit Höhen und Tiefen doch noch den Aufstieg realisiert zu haben. Die Jungs haben nie aufgegeben und sich am Ende selbst belohnt.

 

Wart ihr selbst überrascht, wie klar ihr die Heidingsfelder im Rückspiel dominiert habt?

 

Lang: Wir wussten um unsere gute Ausgangsposition. Uns war auch klar, dass wir uns in der Abwehr steigern müssen. Der gesamte Matchplan, den wir uns vorgenommen hatten, ist aufgegangen. Hinzu kam, dass wir von Beginn an wacher waren als der Gegner und dass wir uns von der außergewöhnlichen Stimmung in unserer Halle haben tragen lassen. Nach der schnellen Führung war es dann relativ einfach für uns, das Spiel zu gestalten. Ich denke, wir waren dem Gegner vor allem mental überlegen.

 

In den beiden Aufstiegsspielen hat die Mannschaft einen großen Willen gezeigt und ihr Potenzial abgerufen. Warum war das zuvor nicht häufiger möglich? Immerhin kassierte der TSVO acht Saison-Niederlagen und schenkte dabei etliche „sichere“ Auswärtspunkte her …

 

Lang: Wir hatten in dieser Saison immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen, weil wichtige Spieler über mehre Spiele ausgefallen sind. Trotzdem sind wir Herbstmeister geworden. Bei den dann folgenden Auswärtspleiten hat die Mannschaft einfach nicht gut gespielt. Es gehört aber auch zum Entwicklungsprozess einer jungen Mannschaft, aus diesen Fehlern zu lernen.

 

Eure Heimstärke war dagegen sehr imposant: 14 von 15 Partien wurden gewonnen. Heimstärke wird auch ab September in der Bayernliga gefragt sein, oder?

 

Lang: Ja, unsere Heimstärke muss auch eine Klasse höher ein Trumpf sein. Niemand fährt gerne nach Ottobeuren, weil wir schon immer als heimstark gelten. Aber für den Klassenerhalt in der Bayernliga reicht Heimstärke alleine nicht aus. Da muss man auch auswärts punkten.

 

Fünf Spieler verlassen den Verein nach dem Aufstieg. Mit Thoran Mayer steht ein Neuzugang fest. Wie sehen die weiteren Planungen aus?

 

Lang:  Wir brauchen sicher noch zwei Neuzugänge, die uns verstärken. Unter anderem einen Linkshänder. Da sind wir gerade in Verhandlungen. Aber es muss auch das Ziel sein, junge Talente an das Niveau der Bayernliga heranzuführen und einzubauen.

 

In den letzten Jahren hatten die Bayernliga-Aufsteiger oft große Probleme, in der höheren Liga Fuß zu fassen. Wie wollt ihr diese Schwierigkeiten vermeiden?

 

Lang: Wir werden zusammen mit fünf bis sechs anderen Teams um den Klassenerhalt kämpfen. Angesichts der Leistungsdichte gilt es, Woche für Woche gute Spiele zu machen und sich keine Durchhänger zu erlauben. Wichtig ist ein guter Saisonstart und möglichst wenig Verletzungen. Außerdem muss sich jeder Einzelne noch einmal verbessern.

 

                 Interview: Dominik Prähofer

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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Handball   Nach dem mitreissenden  Heimsieg über Heidingsfeld ist Ottobeurens Aufstieg in die Bayernliga perfekt – 800 Zuschauer sorgen für großartige Atmosphäre

 

Ottobeuren   Der 26. April 2014 ist  für die Handballer des TSV Ottobeuren ein geschichtsträchtiger Tag. Allerdings im negativen Sinne. Damals stiegen die Unterallgäuer durch ein 28:32 in Coburg nach neun erfolgreichen Jahren als Tabellen-Vorletzter aus der Bayernliga ab. Gut drei Jahre später - im Mai 2017 - sind die Gelb-Schwarzen nun zurück in ihrem angestammten Revier. Nach dem besgeisternden 31:22 (14:7)-Heimsieg im Rückspiel der Aufstiegs-Relegation gegen die TG Heidingsfeld haben die Ottobeurer die 29:30-Pleite aus dem Hinspiel fünf Tage zuvor mehr als wettgemacht. Spieler, Verantwortliche und die rund 800 Fans in der brechend vollen Halle waren nach der Partie völlig aus dem Häuschen. Die Akteure tanzten über`s Feld, Erfolgstrainer Daniel Berkessel bekam die obligatorische Sektdusche und Sportlicher Leiter Thomas Lang hielt freudestrahlend „Aufstiegs-Zigarren“ in der Hand. Es sollte der Auftakt für eine lange Party-Nacht der „Aufstiegshelden“ sein. Auf MZ-Anfrage gab Lang am „Tag danach“ einen kurzen Einblick ins Innenleben des Teams. „Alle haben die Feierei überlebt“, sagte er und lachte, „wir haben nach dieser langen Saison ausgiebig gefeiert.“ Am Samstag, so der Sportchef weiter, stehe dann auch noch das Weißwurst-Frühstück, das bei den Ottobeurern traditionell die Spielzeiten abrundet. Lang grinst: „Auch da ist Kondition gefragt.“

Das Spielgeschehen lässt sich recht einfach zusammenfassen: In der brechend vollen Halle, die bereits eine gute halbe Stunde vor Spielbeginn fast vollbesetzt war, erwischten die leicht favorisierten Gastgeber einen Traumstart, an dem der nach 13 Jahren im TSVO-Dress scheidende Keeper Zoltan Varga mit seinen Paraden einen Riesenanteil hatte. So führten die extrem konzentriert auftretenden und temporeich kombinierenden Allgäuer nach einer Viertelstunde - sage und schreibe - mit 8:2. Auszeit Heidingsfeld. Die beständig anfeuernden Zuschauer tobten schon jetzt. Weil sie wussten: Ihre Jungs hatten die kritische Anfangsphase in einem solch entscheidenden „Alles-oder-Nichts-Match“, in der mancher Favorit Nerven zeigt, auf absolut beeindruckende Weise gemeistert. „Die Heidingsfelder hatten wohl ein bisschen zu viel Respekt vor uns und vor der tollen Kulisse“, vermutete Torhüter-Routinier Varga hinterher. Zur Pause lag der Südstaffel-Vizemeister aus Ottobeuren mit 14:7 vorn – im Prinzip eine Art Vorentscheidung. Doch davon ließen sie sich nicht blenden. Weiterhin sehr fokussiert, entschlossen und willensstark trieben sie ihr Spiel voran. Lediglich nach  Dennis Orfs Treffer zum 16:11 in der 38. Minute witterten die Gäste aus Würzburg kurzzeitig Morgenluft. Dann drückten die Hausherren, bei denen sich Toptorjäger Patrick Kofler konsequenter Manndeckung ausgesetzt sah, den Gegner mit ihrer eigenen Spielstärke und Dynamik wieder sprichwörtlich an die Wand. Als der agile Luca Kaulitz sieben Minuten vor dem Ende mit einem Doppelschlag auf 27:17 stellte, durfte der Sekt aus dem Kühlschrank geholt werden. Der Rest war Schaulaufen. Der Endstand lautete 31:22, der Aufstieg war perfekt. „Wir wollten es heute mit aller Macht“, betonte TSVO-Trainer Berkessel, „das war eine überragende Mannschaftsleistung.“ Für Zoltan Varga, den 39-jährigen Schlussmann, schloss sich sogar noch ein weiterer Kreis auf wunderbare Weise. „Das war heute mein allererster Aufstieg, und das in meinem letzten Spiel.“ Teamkamerad Michael Höbel war überglücklich: „Wahnsinn, unglaublich! Die erste Viertelstunde war super, dank Zoltan ...“ (dp)      

 

TSVO    Dino Zubac, Zoltan Varga (Torhüter) – Patrick Kofler (3 Tore), Fabian Wiblishauser (4 Tore/davon 1 1 Siebenmeter), Karlo Tomic (5), David Szücs (1), Zsolt Novak (4), Philipp Dündar, György Szouszki (2/1), Luca Kaulitz (5), Michael Höbel (1), Christian Schaupp (4), Markus Müller (2).                          

Schiedsrichter  David Gierke/Korbinian Konwitschny (beide ASV Dachau.)

Zuschauer    800.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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Handball-Landesliga   Ottobeurer Männer verlieren Hinspiel der Relegation – Rückspiel gegen TG Heidingsfeld am Donnerstag in eigener Halle

 

Ottobeuren/Würzburg   Handball-Landesligist TSV Ottobeuren hat das Relegations-Hinspiel um den Bayernliga-Aufstieg bei der TG Heidingsfeld mit 29:30 (14:16) verloren. Das Rückspiel findet am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) ab 16.30 Uhr in der Dreifachturnhalle statt.

Zum Hinspiel: Nach manch ärgerlichem Punktverlust in der regulären Saison haben die Landesliga-Handballer des TSV Ottobeuren zum richtigen Zeitpunkt ihre Form stabilisiert. Jetzt, wo es sprichwörtlich um die Wurst geht, sind die Unterallgäuer voll da. In der prall gefüllten Halle auf der Würzburger Jahnwiese entwickelte sich ein sehr intensiv geführtes Duell der beiden Aufstiegsaspiranten. Auch die rund 75 aus dem Allgäu mitgereisten Schlachtenbummler lieferten sich das ganze Spiel über eine engagierten Sänger-Wettstreit mit den gut 200 Gastgeber-Fans der „Hätzfelder Bullen“, wie das Würzburger Team aus Marketing-Gründen genannt wird. Meist legten die aus einer starken Sechs-Zu-Null-Deckung heraus agierenden Unterfranken einen Treffer vor, den die kämpferisch und spielerisch voll überzeugenden Ottobeurer dann wieder egalisierten. Zur Pause hatte sich die TGH eine 16:14-Führung herausgeworfen. Auch im zweiten Abschnitt wogte das Geschehen weiter hin und her, beide Teams kämpften entschlossen um den Sieg. Spannende Spielstände waren an der Tagesordnung (22:22/24:24/26:26). Die Gäste-Fans jubelten besonders euphorisch, als Torjäger Patrick Kofler den Südstaffel-Vizemeister vier Minuten vor Schluss dann sogar mit 27:26 in Führung brachte. In der Folge agierten die Ottobeurer aber zu unruhig und schlossen ihre Angriffe zu überhastet ab, um die Führung halten und möglicherweise sogar ausbauen zu können. Die blau-rot gekleideten Heidingsfelder nutzten dies jetzt zu vier Toren innerhalb von vier Minuten. Für die Ottobeurer traf Fabian Wiblishauser noch zweimal zum 29:30-Endstand aus TSVO-Sicht. Trainer Daniel Berkessel freute sich über die Leistung seiner Jungs: „Das war sicher unser bestes Auswärtsspiel. Wir haben in dieser tollen Atmosphäre den Kampf angenommen und sind immer dran geblieben.“

Im Rückspiel am Donnerstag entscheidet die Gesamttorsumme aus beiden Matches über Aufstieg und Scheitern. Bei Gleichstand zählen auswärts erzielte Tore doppelt – analog zur Regelung im Fußball-Europapokal. Gewinnen die Ottobeurer das Rückspiel ausgerechnet mit dem umgekehrten Hinspiel-Ergebnis von 30:29, folgt anschließend sofort ein Siebenmeter-Werfen um den Aufstieg. Auf jeden Fall aber, so Coach Berkessel, abschließend, werde es im Rückspiel „ein echtes Finale“ geben. Sportlicher Leiter Thomas Lang ergänzt: „Wir hoffen auf 500 Zuschauer oder mehr bei so einem bedeutenden Spiel.“ Ob der in Würzburg aufgrund von Rückenbeschwerden kaum eingesetze Mitte-Mann „Juri“ Szovszki das zweite Aufstiegsspiel bestreiten kann, ist jedoch noch völlig offen. (dp)

 

So haben die Ottobeurer das Hinspiel in Heidingsfeld bestritten

TSVO   Dino Zubac, Zoltan Varga (Torhüter) – Tim Ramsauer, Patrick Kofler (11 Tore), Fabian Wiblishauser (9), Karlo Tomic (2), David Szücs, Zsolt Novak, Philipp Dündar (1), György Szouszki (2), Luca Kaulitz (3), Michael Höbel, Christian Schaupp, Markus Müller (1).                        

Schiedsrichter Carsten Hehn/Jan Tauchert (beide MTV Stadeln).

Zuschauer   300 (davon 75 aus Ottobeuren).

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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Bullen erkämpfen knappen Sieg im Relegationshinspiel

 

Wenn man eines über das Relegationshinspiel um den Aufstieg in die Bayernliga zwischen der TG Heidingsfeld und dem TSV Ottobeuren sagen kann, dann, dass beide Teams bis zum Schluss kämpften – und extrem nervös wirkten. Am Ende hatten die Hätzfelder Bullen ein bisschen mehr Glück und ein bisschen mehr Nervenstärke. Mit einem 30:29-Sieg auf dem Konto gehen sie am Donnerstag ins Rückspiel in Ottobeuren.

Schon vor Anpfiff machten die Fans beider Mannschaften ordentlich Stimmung im Sportzentrum der TG Heidingsfeld. Abteilungsleiter Alexander Seelig, der den Hallensprecher gab, kündigte beim Auflaufen der Bullen an, sie seien „motiviert bis in die Haarspitzen“. Eine Behauptung, die sich bewahrheiten sollte. Von der ersten Minute an kämpften die Heidingsfelder um jeden Ball, besonders in der Defensive.

 

Schnell war es, das Spiel der Bullen. Oft aber auch zu schnell. Übereilte Torwürfe, unkontrollierte Pässe: im Angriff wirkten die Hätzfelder oft hektisch. Ottobeuren hingegen ließ sich viel Zeit ihren Toptorschützen Patrick Kofler in Position zu bringen. Elf Tore erzielte der Rückraumspieler der Gegner. Die Bullen schienen sich nur langsam auf ihn einstellen zu können, bis Henrik Nass ihn in der 28. Spielminute durch eine Manndeckung aus dem Spiel nahm.

 

Defensive Deckung

Über den Kreis konnten die Gegner hingegen kaum etwas ausrichten. Die defensive 6:0-Deckung der Bullen stand sicher. Unterstützt wurde das Team außerdem von hinten durch Torwart Federico Sincich Molina, der mit acht starken Paraden die Bullen im Spiel hielt. Vorne ließen die Hätzfelder dafür immer wieder hundertprozentige Chancen liegen, wenn es darum ging, sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen. Das gelang keiner der Mannschaften. Ottobeuren schaffte es zweimal knapp in Führung zu gehen, wurde aber von den Bullen immer wieder eingeholt. Auch, durch etwas Glück: Mehr als zehn Würfe der Gegner gingen an Latte oder Pfosten.

In der zweiten Hälfte spielte Maximilian Wirth stark auf. Sechs Würfe verwandelte er aus dem Rückraum und wurde damit zweitbester Torschütze der Bullen nach Mittelmann Dennis Orf, der sieben Bälle ins Tor brachte. Dennoch, die Konzentration ließ immer mehr nach; bei beiden Mannschaften. Umso emotionaler wurde das Spiel, das eine gewisse Härte aufwies, aber dennoch nicht unfair war. Fünfmal musste ein Bulle für zwei Minuten vom Feld, dreimal ein Spieler aus Ottobeuren. Dabei blieben die Schiedsrichter Carsten Hehn und Jan Tauchert ihrer von Beginn an strengen Linie treu.

Das Spiel war von der ersten bis zur letzten Minute ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach fast 57 Minuten stand es noch 28:28, dann gingen die Bullen mit zwei Toren in Führung. Drei Sekunden vor Schluss verkürzte Ottobeurens Fabian Wiblishauser noch auch den 30:29 Endstand – nicht gerade eine komfortable Ausgangsposition für das anstehende Rückspiel.

„Das Rückspiel wird sehr schwer“, sagte Seelig nach der Partie. Die Mannschaft aus dem Allgäu sei den Bullen körperlich überlegen. „Egal, wer es hinterher schafft, beide Teams hätten es verdient“, so Seelig. Vor der Ottobeurener Kulisse sind zwei Punkte und nur ein Tor Vorsprung fast gar nichts, das wissen auch die Hätzfelder Bullen. Wenn sie aufsteigen wollen, müssen die Spieler am 25. Mai im Allgäu vor allem wieder kämpfen – und dieses Mal einen kühlen Kopf bewahren (Daniela Arndt)

 

Quelle: http://www.mainpost.de/sport/wuerzburg/Heidingsfeld-Bullen-erkaempfen-knappen-Sieg-im-Relegationshinspiel;art786,9602025

 

 

 

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Handball-Landesliga TSVO-Männer bestreiten am Samstag bei der TG Heidingsfeld das erste von zwei entscheidenden Aufstiegsspielen

 

Ottobeuren Für den Handball-Vizemeister der Landesliga-Südstaffel, den TSV Ottobeuren, beginnt am Samstag die heiße Phase im Kampf um den Bayernliga-Aufstieg. Ab 19.30 Uhr gastieren die Allgäuer beim Zweiten der Nord-Gruppe, der TG Heidingsfeld, zum ersten von zwei Aufstiegs-Relegationsspielen. Die Auftakt-Begegnung findet in der modernen Dreifachturnhalle des Sportzentrums Jahnwiese in Würzburg-Heidingsfeld statt.

 

Heidingsfeld: Heimstarke „Bullen“ mit Imageproblem

Die im Stammverein Turngemeinde (TG) Heidingsfeld organisierten Handballer nennen sich aus Vermarktungsgründen „Hätzfelder Bullen“. Hätzfeld steht im ortsüblichen Dialekt für den südlichen Stadtteil Heidingsfeld. Der Heimatverein von Weltmeister-Torwart Carsten Lichtlein wird derzeit von Manfred Wirth gecoacht. Als Co-Trainer übernimmt ein weiterer früherer Nationalkeeper Verantwortung, nämlich der aus Illertissen stammende Chrischa Hannawald (46). Weil die Unterfranken ihre letzten drei Auswärtsspiele allesamt verloren, mussten sie bis zuletzt um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen bangen. Und dies, obwohl die heimstarken „Bullen“ hohe Ansprüche an sich selbst haben: Als aktueller Aufsteiger wollen sie - so das klubinterne Ziel – (mindestens) bis in die Bayernliga durchmarschieren. Mittelfristig peilen sie sogar den Sprung in die Dritte Liga an. Finanzstarke Partner auf der Sponsoren-Seite sind den Heidingsfeldern schon jetzt gewiss. Ob ihrer außergewöhnlich großen Finanzkraft und den damit verbundenen erweiterten Möglichkeiten sind die „Bullen“ nicht gerade das handballerische Lieblingskind der Region. Für die neue Saison haben sie schon jetzt namhafte Neuzugänge unter Vertrag genommen. Schon jetzt haben sie in Dennis Orf, Viktor Bodo (Rückraum Mitte) und Gabor Farkas (rechte Seite) leistungsstarke Akteure in ihren Reihen.

 

Ottobeurens Ziel: Gute Basis für`s Rückspiel

Nach den zuletzt überzeugenden Darbietungen sind die Ottobeurer vor den wichtigsten Partien der Saison in einer durchaus erfolgsversprechenden Verfassung. „In den Relegationsspielen gibt es keinen Favoriten. Da kommt es auf jede Kleinigkeit, jeden Ballgewinn und jeden Torerfolg an“, betont TSVO-Coach Denny Berkessel (39). „Wir wollen am Samstag in Würzburg den Kampf annehmen und uns dort eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Ottobeuren verschaffen.“ Am Samstag, so Berkessel weiter, müsse man versuchen, „an die starke Auswärtsleistung in Ismaning anzuknüpfen.“ Bei der Umsetzung dieses Vorhaben werden jedoch drei Spieler verletzungsbedingt nicht mitwirken können: Tomislav Sikic und Miklos Szücs fehlen ebenso wie Christian Schaupp. Kreisläufer Schaupp soll beim Rückspiel nächsten Donnerstag (Christi Himmelfahrt) wieder im Aufgebot stehen. (dp)

 

 

TSVO   Dino Zubac, Zoltan Varga (Torhüter) - Tim Ramsauer, Patrick Kofler, Karlo Tomic, Philipp Dündar, György Szovszki, David Szücs, Luca Kaulitz, Zsolt Novak, Fabian Wiblishauser, Michael Höbel, Markus Müller.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Memminger Zeitung (dp)

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