Die Nummer 1

im Allgäu

Achtbares Ende einer Ära

 

Handball-Bayernliga  Absteiger Ottobeuren unterliegt Waldbüttelbrunn 25:31 – Saisonende als Vorletzter

 

Ottobeuren  Der Bayernliga-Absteiger TSV Ottobeuren (TSVO) hat sein letztes Handball-Saisonspiel verloren: Die Ottobeurer verloren zuhause gegen den Vize-Meister DJK Waldbüttelbrunn mit 25:31 (13:14). In der Abschluss-Tabelle belegen die Unterallgäuer nun den 13. und damit vorletzten Tabellenrang (19:33 Punkte aus 8 Siegen, 3 Unentschieden und 15 Niederlagen).

Unmittelbar vor dem Spielbeginn in der gut gefüllten Dreifachturnhalle verabschiedete TSVO-Abteilungsleiter Willi Höbel ein Spieler-Quintet, das in der neuen Landesliga-Spielzeit nicht mehr dem Kader der Gelbschwarzen angehören wird: Die beiden Ungarn Zoltan Varga und Attila Susan beenden ihre Laufbahn, Christian Stumpf möchte sich künftig verstärkt seiner beruflichen Fortentwicklung widmen. Verabschiedet wurden auch Alexander Stöhr (ohne Saison Einsatz wegen Hüft-OP) und Tim Ramsauer. Zum Spiel: Die gastgebenden Allgäuern waren vom Anwurf weg gewillt, dem in der Vorwoche besiegelten Abstieg eine sichtbar engagierte Leistung folgen zu lassen. Dies gelang den Ottobeurern, die ohne ihren Ex-Profi Elmar Romanesen (Achillessehnen-Probleme) angetreten waren, vor allem in der Anfangsphase gut: Nach 13 Minuten lagen die befreit aufspielenden Hausherren mit 8:4 in Führung. Torjäger Patrick Kofler stellte später auf 13:11 für die überlegenen Gastgeber (28.). Doch bis zur Halbzeit fingen sich die Ottobeurer binnen zwei Minuten noch drei Gegentore ein: So führte der Favorit aus Unterfranken zur Pause etwas überraschend mit 14:13. Im zweiten Abschnitt konnten sich zunächst die Waldbüttelbrunner leicht absetzen (16:19/37.). András John glich jedoch wieder aus (20:20/45.). Dann aber  brachte der Liga-Zweite aus Nordbayern seine spielerische Qualität stärker zur Geltung. Über eine 23:21-Führung zehn Minuten vor dem Ende bauten die Gäste ihren Vorsprung in der Schlussphase kontinuierlich aus. Die Gegenwehr der Ottobeurer, für die es nur noch um die Ehre ging, erlahmte zunehmend. Am Ende verloren sie mit 25:31. Nach über 200 Bayernliga-Spielen in Serie endete damit eine erfolgreiche Ära. Co-Trainer Stefan Albrecht fasste die Dabietung so zusammen: „Die Einstellung der Spieler hat gepasst. Wir haben lange Zeit mit dem Tabellen-Zweiten auf Augenhöhe gespielt. Gegen Ende hin hat uns das Aufbäumen etwas gefehlt.“ (dp)

 

So haben sie gespielt

TSV Ottobeuren (TSVO) – DJK Waldbüttelbrunn 25:31 (13:14)

TSVO  Zoltan Varga, Tibor Somogyi (Torhüter); Patrick Kofler (3 Tore), Mihaly More,  Mathias Hubald (4 Tore),  Attila Susan, Achim Wittlinger (1), András John (10 Tore/davon 4 Siebenmeter), Benedikt Bartenschlager (2), Michael Höbel (3), Christian Schaupp (1), Markus Müller (1), Christian Stumpf.

Schiedsrichter Philipp Kretschmann / Robert Nemec (HG Ingolstadt/MTV Ingolstadt).

Zuschauer Rund 500.                 (dp)

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Eine Frage der Ehre

 

Handball-Bayernliga  Nach dem Abstieg will sich Ottobeuren heute gegen Waldbüttelbrunn würdig aus der Liga verabschieden

 

Ottobeuren   Der in der Vorwoche bereits abgestiegene Handball-Bayernligist TSV Ottoberuen (TSVO/Platz 12/19:31 Punkte) empfängt zum Saison-Abschluss heute, Samstag, den Tabellen-Zweiten DJK Waldbüttelbrunn (38:12). Die Partie des 26. und letzten Spieltags findet ab 20 Uhr in der Dreifachturnhalle statt. Der sportliche Wert der Partie ist für beide Teams gering.

Hier die wichtigsten Fakten zum Saisonausklang:

Verabschiedung mit Anstand  „Wir wollen uns mit einer ordentlichen Leistung und einem guten Ergebnis aus der Bayernliga verabschieden“, kündigt TSVO-Abteilungsleiter Willi Höbel an.

Vollzähliges Aufgebot  „Alle Mann an Bord“ lautet das Motto auch für die abschließende Saison-Begegnung.

Liste der Abgänge  Nach dem Saisonende am Samstagabend werden neben Torhüter Zoltan Varga und Attila Susan (beide Karriereende) auch Christian Stumpf, Alexander Stöhr und Tim Ramsauer den TSVO verlassen. Zwei Neuzugänge sollen in den nächsten Wochen vorgestellt werden, so Höbel.

Starker Vize-Meister  Die DJK Waldbüttelbrunn steht schon länger als Zweiter der Abschlusstabelle 2013/14 fest. Aus den letzten fünf Partien eroberte das Team 7:3-Punkte. Trainer der defensivstarken Unterfranken aus der Nähe von Würzburg ist Karoly Kovacs.  Auf dem Feld hat sich Manuel Feitz als viertbester Liga-Torschütze (171 Treffer) einen guten Namen gemacht. Im Schnitt trifft der Rückraum-Mitte-Spieler siebenmal pro Spiel. Joszef Szentgyörgyi und Markus Kirchner sind die weiteren Top-Torjäger der DJK.

Der Hinrunden-Vergleich  Mitte Dezember verloren die Ottobeurer in der Ballsporthalle Waldbüttelbrunn nach einer frühen 5:3-Führung gegen die DJK am Ende klar mit 28:36. (dp)

So will der TSV Ottobeuren (TSVO) die Spielzeit beenden

TSVO  Zoltan Varga, Tibor Somogyi (Torhüter); Patrick Kofler, Mathias Hubald, Attila Susan, András John, Benedikt Bartenschlager, Michael Höbel, Christian Schaupp, Markus chim Müller, Elmar Romanesen, Christian Stumpf, Achim Wittlinger. (dp)

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Das Ende der Fahnenstange

 

Handball-Bayernliga  Ottobeurer verlieren in Coburg 28:32: Nach 16 höherklassigen Jahren stiegen sie damit in die fünfte Liga ab

 

Ottobeuren  Der 26. April 2014 wird als einer der traurigsten Tage in die Handball-Geschichte des TSV Ottobeuren (TSVO) eingehen: Denn nach der 28:32 (12:16)-Niederlage am vorletzten Saison-Spieltag beim Mitkonkurrenten HSC 2000 Coburg II stehen die Gelbschwarzen nach 16 Jahren in der Regional- und Bayernliga (1998-2014) jetzt als sportlicher Absteiger in die fünftklassige Landesliga fest.

Zum Spiel in der Coburger BGS-Halle: Neu-Trainer Mihaly More griff vor dem „Abstiegskracher“ in die taktische Trickkiste. Er krempelte sein Team auf etlichen Positionen um, und bildete - ähnlich wie im Eishockey - feste Blöcke an Spielern, die er in dieser Form bereits unter der Woche hatte zusammen trainieren lassen. Damit wollte er die gastgebenden Coburger überraschen und verwirren. Ex-Profi Elmar Romanesen (TSVO) griff zu einer Tablette, um seine Achilessehnen-Beschwerden einzudämmen. Schließlich war klar: Wegen des möglicherweise entscheidenden direkten Vergleichs mit den Coburgern am Saisonende würden die Allgäuer nur mit einem Sieg mit vier Toren Differenz im Rennen um den Klassenerhalt bleiben. Und siehe da, die Pläne des ungarischen Coaches, der in Coburg sogar als aktiver Spieler auflief, gingen zunächst auf: Sein Team ging mit 4:2 in Führung und erhöhte später auf 7:4. Doch der HSC II, der sich nur mit einem Akteur aus seiner Drittliga-Truppe verstärkt hatte (Nikolai Franke), schlug geballt zurück. Zur Halbzeitpause führten die Oberfranken so mit 16:12. Deren Keeper Jonas Faber hielt prächtig. Als die Coburger ihren Vorsprung in der zweiten Hälfte auf 19:14 ausbauten, schwanden die Hoffnungen bei den Unterallgäuern. Fast schon ausweglos unter Druck, bäumten sie sich noch einmal auf. Bis auf 20:21 konnten sie verkürzen. Am Ende verloren sie dennoch mit  28:32. Damit war Ottobeurens Abstieg besiegelt. „Natürlich sind wir jetzt enttäuscht. Die Leistung an sich war jedoch in Ordnung“, sagte Abteilungs-Vorsitzender Willi Höbel nach dem Spiel. „Wir sind aber nicht erst in Coburg abgestiegen. Vielmehr war die Hypothek der katastrophalen Hinrunde zu groß“. Das Heimspiel zum Saison-Abschluss am kommenden Samstag, 3. Mai gegen die DJK Waldbüttelbrunn ist nun praktisch bedeutungslos. (dp)

 

So haben sie gespielt

HSC 2000 Coburg II – TSV Ottobeuren (TSVO) 32:28 (16:12)

TSVO  Zoltan Varga, Tibor Somogyi (Torhüter); Patrick Kofler (2 Tore), Achim Wittlinger (3), Mathias Hubald (4 Tore/davon 2 Siebenmeter), Attila Susan, Christian Schaupp (3), Benedikt Bartenschlager (2), András John (5), Markus Müller (3), Michael Höbel (2), Elmar Romanesen, Christian Stumpf (2), Mihaly More (2).

Schiedsrichter Philipp Kretschmann / Robert Nemec (HG Ingolstadt/MTV Ingolstadt).

Zuschauer Rund 80. (dp)

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Im Angesicht des Abgrunds

 

Handball-Bayernliga  Sollte der TSV Ottobeuren heute in Coburg nicht gewinnen, steigt der Klub in die Landesliga ab – Doch die Resthoffnung lebt

 

Ottobeuren  Nur mit einem Sieg am vorletzten Spieltag heute, Samstag, beim direkten Konkurrenten HSC 2000 Coburg II (Platz 10 /21:27 Punkte) kann sich der Handball-Bayernligist TSV Ottobeuren (TSVO/12/19:29) seine letzte Chance auf den Klassenerhalt erhalten. Die Premiere des neuen Trainers Mihaly „Mischa“ More in der Coburger BGS-Halle beginnt um 16 Uhr.

Hier die wichtigsten Fakten zu diesem „Abstiegskracher“:

Anspannung schon Tage vor dem Spiel „Jetzt können wir uns auf niemand anderen mehr verlassen“, umreisst TSVO-Abteilungsleiter Willi Höbel (58) die schwierige Ausgangslage vor einem der wichtigsten Spiele der jüngeren Klubgeschichte. Seit Tagen sei er deswegen angespannt.

Höbel verzichtet auf Mathematik  „Ich bin kein Freund der Rechnerei“, betont Höbel. Dies muss der TSVO-“Macher“ auch gar nicht sein, denn die Lage ist eindeutig: Nur mit einem Sieg heute in Oberfrankönnen die Allgäuer die Entscheidung über Klassenerhalt oder Abstieg auf den letzten Spieltag am 4. Mai zuhause gegen Waldbüttelbrunn vertagen. Alles in allem dürfte die Wahrscheinlichkeit für den Klassenerhalt aber nur noch bei maximal 40 Prozent liegen.

Die Liga spielt verrückt  Die Gesamtkonstellation im Abstiegskampf ist sehr speziell und fürwahr außergewöhnlich: Gleich neun (!) der 14 Mannschaften sind vor nun anstehenden 25. Runde noch abstiegsgefährdet.

More soll es richten  Nach der jüngst vollzogenen Trennung von den Trainern Thomas Lang und Sylvester Greiter (wir berichteten) soll jetzt  Neu-Coach Mihaly More „die letzten zehn Prozent aus der Mannschaft herauskitzeln“, fordert Höbel. Vor der über 700 Kilometer weiten Auswärtstour sei „die Leichtigkeit im Team zurück“. Nun wolle man den „letzten Strohhalm“ ergreifen.

Coburg verstärkt sich wohl Wahrscheinlich unterstützt von mehreren Akteuren aus dem eigenen Drittliga-Kader werden die Gastgeber in den „heißen“ Abstiegsgipfel gehen.

TSVO sinnt auf Revanche Bei der 25:28 (11:16)-Hinrunden-Heimpleite gegen den HSC bekamen die Gelb-Schwarzen das herausragende Spieler-Trio Lutz/Rivera/Baucke nicht in den Griff. Zudem ließen die Unterallgäuer - wie im gesamten Saisonverlauf -  zu viele Torchancen ungenutzt. (dp) 

 

So will der TSV Ottobeuren (TSVO)   in Coburg gewinnen

TSVO  Zoltan Varga, Tibor Somogyi (Torhüter); Patrick Kofler, Mathias Hubald, Attila Susan, András John, Benedikt Bartenschlager, Michael Höbel, Christian Schaupp, Markus chim Müller, Elmar Romanesen, Christian Stumpf, Achim Wittlinger. (dp)

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Lähmende Abstiegsängste

 

Handball-Bayernliga  Mental überforderter TSVO verliert zuhause gegen den HC Erlangen II mit 27:33 – Jetzt dreiwöchige Spielpause

 

Ottobeuren   Die Bayernliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) haben ihr Heimspiel gegen den HC Erlangen II mit 27:33 (13:17) verloren. Zwei Spieltage vor dem Saison-Ende stehen sie mit 19:29 Punkten auf einem  Abstiegsplatz. Der drohende Absturz in die Landesliga würde eine seit 1998 währende Serie von 16 höherklassigen Spielzeiten beenden.

Die Begegnung gegen den ebenfalls noch (minimal) abstiegsgefährdeten HC Erlangen II war vom Anwurf weg eine ausgeglichene Angelegenheit (7:7/15. Minute). Linksaußen Michael Höbel und der wurfgewaltige Rückraumschütze Patrick Kofler (zwei Tore) stellten später auf 10:7 (18.). Mit dieser Drei-Tore-Führung schienen die Ottobeurer eine solide Grundlage für den ersehnten Heimsieg geschaffen zu haben. Doch weit gefehlt: Statt an Sicherheit und Konstanz zu gewinnen, häuften sich nun die Unzulänglichkeiten im Ottobeurer Spiel. Das Pausenergebnis von 13:17 wirkte hernach als echter „Stimmungskiller“. Nach dem Wechsel bekamen die etwa 550 Zuschauer  von ihrem Team jedoch eine beeindruckende Aufholjagd serviert, an deren Ende Führungsspieler Achim Wittlinger den Ball zum 18:18-Ausgleich in die Maschen setzte. Jetzt herrschte in der gut gefüllten Sporthalle eine tolle Atmosphäre, die Zuversicht kehrte zurück. Doch die Ottobeurer „Abstiegskämpfer“ scheiterten einmal mehr an sich selbst. Was die Schützlinge des Trainer-Duos Thomas Lang und Sylvester Greiter in der Folgezeit ablieferten, könnte als wissenschaftliches Lehrbeispiel für auftretende Versagensängste in einer massiven sportlichen Drucksituation dienen. Als „Wettkampfangst“ beschreiben Sportpsychologen diese  Form der mentalen Blockade. Symptomatisch verzweifelten die unruhigen und hektischen Ottobeurer an einer Vielzahl eigener technischer Fehler, die ihnen zahlreiche Tempogegenstoß-Gegentore einbrachten  (Zwischenstände 22:25/25:30). Letzten Endes verloren die an diesem Abend defensivschwachen Gastgeber  verdient mit 27:33. „Wir haben heute zu viele kleine Fehler gemacht. In puncto Einstellung und Kampfgeist will ich der Mannschaft aber keinerlei Vorwürfe machen“, sagte Trainer Lang nach der schmerzlichen Pleite. Trotzig fügte der 45-Jährige an: „Wir kämpfen weiter, solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist.“ Zunächst haben die Ottobeurer jetzt eine dreiwöchige Spielpause rund um Ostern, ehe sie am Samstag, 26. April beim direkten Konkurrenten HSC 2000 Coburg II antreten müssen. Der Druck des „Gewinnenmüssens“ wird dann freilich maximal sein. (dp)

 

So haben sie gespielt

TSV Ottobeuren (TSVO) – HC Erlangen II 27:33 (13:17)

TSVO  Zoltan Varga, Tibor Somogyi, Stefan Albrecht (Torhüter); Patrick Kofler (9 Tore), Matthias Hubald (3  Tore), Attila Susan (1), Achim Wittlinger (2), Andras John (2), Benedikt Bartenschlager (1), Michael Höbel (4), Christian Schaupp, Markus Müller, Elmar Romanesen (2), Christian Stumpf (1).

Schiedsrichter  Klaus Kauschke / Klaus-Dieter Sahrmann (HV Herzogenaurach/ATS Kulmbach).

Zuschauer  Rund 550.                (dp)

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