Ins Gewissen geredet

Trotz einer holprigen ersten Hälfte gewinnen die Handballer des TSVO letztlich mit 39:32 in Unterpfaffenhofen. Trainer Römer hält in der Halbzeit-Pause eine flammende Ansprache, die die beeindruckende Wende auslöst.

Ottobeuren  Für Gerd Römer und seine Spieler dürfte die Schlusshupe in der Sporthalle Unterpfaffenhofen eine befreiende Wirkung gehabt haben. Denn nachdem die Oberliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO) die ersten beiden Auswärtspartien teils auf ärgerliche Weise verloren hatten, durchbrachen sie nun – im dritten Anlauf – die eben erwähnte Mini-Negativserie: Bei Gastgeber SC Unterpfaffenhofen-Germering gewannen sie am Ende völlig zurecht mit 39:32 (XX:XX). (genauer HZ-Stand unbekannt) In der aktuellen Rangliste belegen die Unterallgäuer nach dem siebten Spieltag den dritten Platz (10:4 Zähler).

Zum Spiel in der Sporthalle Unterpfaffenhofen: Die Ottobeurer sehen sich von Beginn an einem Gastgeber-Team konfrontiert, das mit dem siebten Feldspieler agierte. „Das hat unsere Jungs in der Abwehr vor Probleme gestellt“, räumt der Sportliche Leiter des TSVO, Thomas Lang, nach der Begegnung ein. Diese zum frühestmöglichen Zeitpunkt eher unübliche taktische Maßnahme ermöglicht dem SCUG etliche einfache Tore. Im eigenen Angriff erspielen sich die Ottobeurer in der ersten Hälfte zahlreiche Möglichkeiten. „Wir haben diese Chancen aber viel zu häufig leichtfertig vergeben“, bemängelt Lang. Für den ersten Durchgang seien in der Statistik auf TSVO-Seite gleich acht technische Fehler protokolliert – das sind überdurchschnittlich viele. Dank des gut aufgelegten Torhüters Daniel Laszlo liegen die Unterallgäuer zur Spielmitte lediglich mit drei Toren zurück (genauer HZ-Stand unbekannt).

In der Halbzeit-Pause richtet sich Trainer Römer mit einer emotionalen Ansprache an seine Akteure. Das ist nachvollziehbar, denn eine drohende dritte Auswärtspleite wäre für den früheren Bundesliga-Coach mit Blick auf das Saisonziel („Wir wollen oben mitspielen“) nicht akzeptabel. Und siehe da: Römers Worte fruchten. Mit einer „enormen Leistungssteigerung“ (O-Ton Lang) schaffen es die Gelb-Schwarzen, satte 27 eigene Treffer zu erzielen – darunter sind viele schnelle und einfache Tore. Im Positionsangriff führt Luca Kaulitz umsichtig Regie. Der bemerkenswerte Aufschwung gründet sich aber auch auf ein nunmehr klar verbessertes Abwehrverhalten. Letztlich feiern die Gäste dann eben doch ihren ersten Auswärtssieg in der aktuellen Saison. Sportlicher Leiter Lang bilanziert: „Der ausschlaggebende Faktor für den Erfolg war die bessere Physis unserer Spieler im Vergleich zu den Hausherren.“ (dp)

->  Am kommenden Samstag, 22. November, empfangen die Ottobeurer Handballer den ESV 27 Regensburg. Das Heimspiel gegen die relativ starken Oberpfälzer beginnt um 20 Uhr in der Dreifachsporthalle. (dp)

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So haben sie gespielt

  • Ergebnis: SC Unterpfaffenhofen/Germering – TSV Ottobeuren 32:39 (XX:XX).
  • Kader TSVO:Xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
  • Schiedsrichter: Xxxx Kolb und Harald Schweizer (Xxxx/TSV Friedberg).
  • Zuschauer: 250. (dp)ZUM STENOGRAMM: Die fehlenden Daten in den grün unterlegten Passagen sind leider unbekannt. Der Grund: In der Sporthalle U`hofen gab es technische Probleme mit dem elektronischen Spielberichtsbogen. Stand So., 18.10 Uhr sind die Daten nicht einsehbar – weder für den TSVO noch für mich.Die gelb unterlegten Passagen sollten korrekt sein. LG Dominik