Die personell dezimierten Handballerinnen des TSVO trotzen beim 25:22-Sieg in Murnau ihrer Personalnot. Nun stehen sie mit 11:1 Punkten an der Tabellenspitze.
Ottobeuren Die Vorzeichen, unter denen die Handballerinnen des TSV Ottobeuren (TSVO) ihre jüngste Auswärtsaufgabe beim TSV Murnau bewältigen mussten, kann man getrost als schwierig bezeichnen: Cheftrainerin Bettina Freymann (45) musste im Bezirksoberliga-Duell am Staffelsee nämlich auf gleich fünf Stammspielerinnen verzichten. Darunter waren mit Melanie Würsig, Francesca Holland und Katharina Fries drei wichtige Säulen des Spitzenreiters. Amanda Zängerle und Lena Seefelder fehlten studienbedingt. Trotz dieser Hypothek konnten sich die favorisierten TSVO-Frauen am Ende erwartungsgemäß durchsetzen. Sie gewannen die Partie des sechsten Spieltags letztlich mit 25:22 (11:15). Der Weg zum Erfolg war jedoch lange Zeit steinig.
Zum Spiel: Weil die Ottobeurerinnen über weite Teile der ersten Hälfte nur wenig Zugriff auf das Murnauer Angriffsspiel haben, liegen sie fast permanent im Rückstand. Auch bei den eigenen Angriffsaktionen bleiben die Allgäuerinnen zunächst Vieles schuldig. Die Folge: Beim Stand von 11:15 aus TSVO-Sicht gehen sie mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause.
Im zweiten Abschnitt steigern sich die Gäste deutlich: Innerhalb der nunmehr stabilen Defensive läuft Torhüterin Jessica Hecker zur Hochform auf. Sie pariert sämtliche Siebenmeter-Würfe des Gegners. Und im Angriff zeigen die Gäste eine hohe Effizienz bei der Verwertung der Tormöglichkeiten. Den entscheidenden Wendepunkt der Begegnung bringt dann die 42. Minute, als die TSVO-Frauen den Ausgleichstreffer zum 16:16 erzielen. Von diesem Zeitpunkt an dominiert der Tabellenführer aus dem Allgäu die verbleibende Restspielzeit. Am Ende einer sehr umkämpften Partie mit beiderseits insgesamt 20 persönlichen Strafen (zwei Rote Karten, fünf Gelbe Karten und 13 „Zweiminüter“) bejubelt die Mannschaft von Coach Freymann einen verdienten 25:22-Auswärtssieg. „Aufgrund einer guten kämpferischen Mannschaftsleistung ist der Sieg verdient“, sagt Freymann nach der Begegnung. Trotz der „widrigen Umstände“ hätten sich ihre Akteurinnen wacker geschlagen. Dies zeige „die Breite unseres Kaders.“
–> Ihren nächsten Auftritt haben die Ottobeurer Frauen am kommenden Samstag, 22. November. Das Heimspiel gegen den Tabellensechsten, den SC Weßling, startet um 17.45 Uhr. (dp)
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- Ergebnis: TSV Murnau – TSV Ottobeuren 22:25 (15:11).
- Kader TSVO: Torhüterinnen: Jessica Hecker und Laura Renger – Feldspielerinnen: Bianca Willner (4 Tore), Carolin Knittl, Lea Zubac, Emily Hackl, Franziska Dittmann (10/4), Deliah Abraham, Sabrina Drechsler (2), Andela Vokic (7), Romana Albrecht, Linda Tschugg und Anna Hofferek (2).
- Schiedsrichter: Michael Napierala und Holger Schadt(beide HSG Isar-Loisach).
- Rote Karten: Laura Winkle (Murnau/58. Minute/automatisch nach dritter Zweiminutenstrafe) – Sabrina Drechsler (TSVO/41./Foulspiel bei Tempogegenstoß).
- Zuschauer: 100. (dp)