Die Ottobeurer wollen zur Leichtigkeit zurückfinden

Die um den Aufstieg kämpfenden Oberliga-Handballer des TSV Ottobeuren gastieren am Samstag beim SV Wacker Burghausen. Warum ein Sieg für sie dort praktisch Pflicht ist.

Ottobeuren  Vor einer typischen Pflichtaufgabe stehen die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO; Tabellenzweiter/22:8 Punkte) am Samstag Nachmittag. Ab 16.30 Uhr gastiert der Oberligist beim abgeschlagenen Vorletzten, dem SV Wacker Burghausen (4:26 Zähler). Die Begegnung findet in der Burghausener Sportparkhalle statt.

  • Burghausen: Erst 13 Pleiten, dann zwei Siege

Aus Ottobeurer Sicht ähnelt die Situation im Vorfeld des Burghausen-Spiels ein bisschen der Lage vor dem vorhergehenden Match in Cham: In beiden Fällen trafen beziehungsweise treffen die Gelb-Schwarzen auf Kontrahenten, die in den Wochen vor dem TSVO-Gastspiel einen starken Leistungsaufschwung hinlegten. Die Burghausener haben nach 13 (!) Niederlagen in Serie zuletzt zwei Siege in Folge in eingefahren: Das vom Trainertrio Elmar Voll/Helmut Aigner/Frank Neumaier gecoachte Team gewann in Regensburg und setzte sich danach auch zuhause gegen Aichach durch. Übrigens: Noch vor den beiden Siegen haben die Burghausener auf ihrer Instagram-Seite eine Kampfansage gepostet, in der es heißt, dass sie sich „noch lange nicht aufgegeben“ hätten und dass sie “in der Rückrunde noch den einen oder anderen Sieg holen“ wollen. Was ihnen nun ja bereits zweimal gelungen ist. Der Sportliche Leiter des TSVO, Thomas Lang, charakterisiert den Gegner wie folgt: „Die Burghausener stellen eine körperlich starke Truppe. Ihr Rückraum steht für Torgefahr.“ Der Abstieg sei „aber nurmehr theoretisch zu verhindern.“ 

  • Ottobeuren: Erst neun Siege, dann zwei Pleiten

Nach der über Monate währenden Erfolgsserie und den danach folgenden beiden Pleiten gegen Simbach und Cham wollen die Ottobeurer am Samstag nun unbedingt wieder erfolgreich sein. Vor dem Match in Südostbayern sagt Sportleiter Lang: „Wir sollten schauen, dass wir die spielerische Leichtigkeit, die wir in der Hinrunde gezeigt haben, nun wieder auf die Platte bekommen.“ Derzeit seien „viele Aktionen von Kampf und Krampf geprägt.“ Zugleich fragt Thomas Lang rhetorisch: „Warum sollen wir nicht eine neue Serie starten?“ Die Trainingswoche verlief Vereinsangaben zufolge jedoch etwas holprig: Neben Cheftrainer Gerd Römer mussten auch mehrere Akteure krankheitsbedingt kürzertreten. Der erkrankte Sven Osterrieder wird in Burghausen nicht zum Aufgebot zählen. (dp)

  • So wollen die Ottobeurer Handballer spielen: Torhüter: Daniel Laszlo, Lukas Hoffmann – Feldspieler: Luca Kaulitz, Fabian Nägele, Lukas Haug, David Willert, Moritz Schneider, Tim Kaulitz (?), Daniel Whyte, Félix Füry, Alexander Rogg, Jakob Mayer, Philip Esslinger, Niklas Christ und Felix Hegemann. (dp)