Begegnung im „Bunker“ 

Die um den Aufstieg kämpfenden Handballer des TSVO gastieren am Samstag beim ESV 27 Regensburg. Warum das Duell in der Domstadt für die Ottobeurer eine echte Hürde darstellt.

Ottobeuren  Die Oberliga-Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO; Spitzenreiter/28:8 Punkte) gastieren am Samstag beim ESV 27 Regensburg (Tabellensiebter/18:18 Zähler). Die Begegnung des viertletzten Spieltags steigt in der Regensburger Sporthalle an der Dechbettener Brücke. Der Anwurf soll um 18 Uhr erfolgen.

  • Die Oberpfälzer haben den Klassenerhalt noch nicht sicher

Die Handballer des 1927 gegründeten Eisenbahnsportvereins (ESV) sind trotz ihres ausgeglichenen Punktekontos noch leicht abstiegsgefährdet. Ihre Heimspiele tragen sie im 500 Zuschauer fassenden „Bunker“ aus. Einen militärischen Hintergrund wie es beim Hamburger Weltkriegsbunker am Millerntor-Stadion des FC St. Pauli der Fall ist, hat der Regensburger „Bunker“ jedoch nicht. Der Beiname bürgerte sich im Volksmund ein, weil die Anlage ursprünglich als einfache, robuste und zweckmäßige Sporthalle konzipiert wurde. Nahe des „Bunkers“ wurde früher übrigens Ton und Braunkohle abgebaut, bis heute existiert dort eine Zeche. Zurück zum Sportlichen: Die „Bunkerboys“ (so nennt sich das Team selbst) um Trainer Roy Müller hat mit Marcel Elgeti und Lukas Heinle zwei ausgezeichnete Torjäger in seinen Reihen. Beide sind in den Top-Zehn der Ligastaffel vertreten. 

  • Die Ottobeurer orientieren sich am Herrsching-Spiel

Die Ottobeurer wissen, dass die Partie in der rund 2000 Jahre alten Domstadt, die heute 179.000 Einwohner zählt, im Endspurt um den Aufstieg eine sehr ernstzunehmende Hürde darstellt. Chefcoach Gerd Römer schwört seine Akteure dementsprechend ein: „Wir müssen in Regensburg genauso fokussiert auftreten wie zuletzt beim Gipfeltreffen in Herrsching.“ Dabei hatten die Gelb-Schwarzen eine außergewöhnlich gute Vorstellung geboten einen Sieg mit zehn Toren Vorsprung eingefahren. Im Hinspiel setzten sich die Ottobeurer mit 31:24 durch. Beim nun anstehenden Match in der Oberpfalz wird es Vereinsangaben zufolge gegenüber dem jüngsten Heimsieg gegen Unterpfaffenhofen zwei personelle Veränderungen geben: Niklas Christ fehlt den Allgäuern am Samstag Abend aus privaten Gründen. Dagegen kehrt der zuletzt pausierende Philip Esslinger in den Kader zurück. (dp)

  • So wollen die Ottobeurer Männer spielen: Torhüter: Daniel Laszlo, Lukas Hoffmann – Feldspieler: Luca Kaulitz, Fabian Nägele, Lukas Haug, David Willert, Moritz Schneider, Tim Kaulitz, Daniel Whyte, Félix Füry, Sven Osterrieder, Alexander Rogg, Philip Esslinger, Jakob Mayer und Niklas Christ. (dp)