Ottobeurer sorgen früh für klare Verhältnisse

Nach ihrem 33:20-Heimsieg gegen Aichach gehen die Ottobeurer Handballer mit einer guten Ausgangsposition in die entscheidenden Partien des Aufstiegsrennens. Nun wartet ein Prestige-Derby.

Ottobeuren  Rund eine halbe Stunde ist seit dem Spielende in der Dreifachsporthalle vergangen. Gerd Römer macht einen sehr aufgeräumten und entspannten Eindruck. Wenige Tage nach seinem 59. Geburtstag freut sich der Cheftrainer des Handball-Oberligisten TSV Ottobeuren (TSVO) über einen vergleichsweise lockeren 33:20 (18:4)-Heimsieg gegen den bereits zuvor als Absteiger feststehenden TSV Aichach. Nach dem 16. Sieg im 20. Saisonspiel – und dem fünften in Folge – steht Spitzenreiter Ottobeuren nun bei 32:8-Punkten. Damit ist klar: Die Gelb-Schwarzen gehen mit zwei Zählern Vorsprung auf die Konkurrenz in die beiden finalen Partien des Aufstiegsrennens.

Im Heimspiel gegen Aichach sorgen die Unterallgäuer – auf der Grundlage einer sicheren Deckung und eines flüssigen Angriffsspiels – schnell für klare Verhältnisse. Drei Minuten vor der Halbzeit-Pause führen die mit viel Tempo agierenden Gastgeber mit 16:2 (!). Zur Spielmitte liegen sie dann mit 18:4 vorn. Coach Römer lobt seine Akteure nach der Begegnung für ihre Leistung in den ersten 30 Minuten. Er sagt: „Unsere erste Hälfte war schon klasse. Damit bin ich sehr zufrieden.“ 

Im zweiten Durchgang ist von der drückenden Überlegenheit der Hausherren dann nicht mehr viel zu sehen. Exakt eine Woche vor dem im Aufstiegsrennen möglicherweise (vor)entscheidenden Auswärtsmatch in Dietmannsried spielt für den erfahrenen Cheftrainer Römer das Thema Belastungssteuerung eine zentrale Rolle. Der 59-Jährige wechselt seine Formationen nun eifrig durch. Auch Ergänzungsspieler wie Felix Hegemann oder Sven Osterrieder dürfen nun ihr Können unter Beweis stellen. Die Tatsache, dass die TSVO-Männer den zweiten Durchgang mit 15:16 verlieren, bringt Gerd Römer nach der Partie zu folgender Erkenntnis: „In der zweiten Halbzeit haben wir vielleicht doch etwas zu stark rotiert.“ Und bei Lukas Haug, der angeschlagen gewesen sei, habe man „kein Risiko eingehen wollen.“ Ganz ruhig sagt Römer, dass die zweite Hälfte „nicht so toll“ gewesen sei. Insgesamt aber habe seine Mannschaft an diesem Abend eine „tolle Abwehrleistung“ geboten. (dp)

>  Am nächsten Samstag, 21. März, bestreiten die Ottobeurer Handballer das Prestige-Derby bei der HSG Dietmannsried-Altusried. Die Partie beim Tabellen-Sechsten beginnt um 19 Uhr. (dp)

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So haben die TSVO-Männer gespielt

  • Ergebnis: TSV Ottobeuren – TSV Aichach 33:20 (18:4).
  • Kader TSVO: Torhüter: Lukas Hoffmann, Daniel Laszlo – Feldspieler: Luca Kaulitz (1 Tor), Fabian Nägele (2), Lukas Haug, David Willert (2), Moritz Schneider (5), Sven Osterrieder (3), Niklas Christ (2), Tim Kaulitz (3), Daniel Whyte (3), Alexander Rogg (2), Félix Füry (3 Tore/davon 1 Siebenmeter), Philip Esslinger (5), Jakob Mayer (1) und Felix Hegemann (1).
  • Schiedsrichter: Philipp Jordan und Nicolas Walbrunn (beide HCD Gröbenzell).
  • Zuschauer: 420. (dp)