„Die Halle darf gerne brechend voll werden“

Die Ottobeurer Handballer wollen sich am Samstag im Heimspiel gegen Eichenau zum Meister küren und in die Regionalliga aufsteigen. Unter welchen Voraussetzungen der große Traum wahr wird.

Ottobeuren  Die Handballer des TSV Ottobeuren (TSVO; Spitzenreiter/34:8 Punkte) haben am Samstag die große Chance, nach acht Jahren in der Oberliga in die viertklassige Regionalliga aufzusteigen. Im letzten Saisonspiel gegen den Absteiger Eichenauer SV (ESV; Tabellen-Neunter; 15:27 Zähler) genügt den Gastgebern bereits ein Unentschieden, um als Meister den ersehnten Sprung zu schaffen. Das „Spiel des Jahres“ aus Ottobeurer Sicht beginnt zu ungewohnter Zeit, nämlich bereits um 16.30 Uhr. Der TSVO rechnet mit einem großen Zuschauerandrang in der Dreifachsporthalle. Es empfiehlt sich, recht frühzeitig in die Halle zu kommen.

  • Die Eichenauer haben Pech mit Verletzungen

Für Absteiger Eichenau hat die Begegnung keinen echten sportlichen Wert mehr. Nach einer guten Hinrunde kämpfte das Team aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck mit großem Verletzungspech. Im Hinspiel, das die Ottobeurer in Eichenau knapp mit 31:29 gewannen, verletzte sich Eichenaus Spielmacher Manuel Riemschneider schwer am Knie. In der Rückserie setzte dann eine Abwärtsspirale ein, die dazu führte, dass der ESV aus den vergangenen zehn Partien lediglich drei Pluspunkte holte. 

  • Die Ottobeurer mögen keine Rechenspiele

Obwohl der Sportliche Leiter des TSVO, Thomas Lang, betont, dass man sich im Vorfeld des großen Spiels „nicht mit Rechnereien beschäftigen“ wolle, muss die Ausgangslage zumindest im Wesentlichen skizziert werden: Fall eins: Gewinnen die Ottobeurer, steigen sie sicher auf. Fall zwei: Spielen sie unentschieden, steigen sie ebenfalls auf. Fall 3: Verlieren sie, hängt alles von den Ergebnissen der beiden Verfolger Simbach und Herrsching ab. Denn am Ende könnten eventuell alle drei Aufstiegsanwärter punktgleich sein. Dann würde der „direkte Vergleich“ über die einzelnen Platzierungen entscheiden: Die Chancen des TSVO, daraus als Erster hervorzugehen, wären dabei mittelgut. Insgesamt dürfte die Aufstiegswahrscheinlichkeit bei gefühlten 85 Prozent liegen. Sportleiter Lang berichtet, dass während der Trainingswoche bei den Spielern „großer Optimismus zu spüren“ gewesen sei. „Wir haben regenerativ trainiert, aber Trainer Gerd Römer die Spannung hoch gehalten.“ Die Unterallgäuer hoffen, dass „wir nach dem Spiel zusammen mit unseren Zuschauern den Aufstieg feiern können.“ Die Halle dürfe „gerne brechend voll werden.“ Und was das Personelle angehe, werden voraussichtlich „alle Mann an Bord“ sein. (dp)

  • So wollen die TSVO-Männer spielen 
  • Torhüter: Lukas Hoffmann, Daniel Laszlo – Feldspieler: Luca Kaulitz, Fabian Nägele, Lukas Haug, David Willert, Moritz Schneider, Sven Osterrieder, Niklas Christ, Tim Kaulitz, Daniel Whyte, Alexander Rogg, Félix Füry, Philip Esslinger, Jakob Mayer und Felix Hegemann. (dp)