Von unterdrückten Tränen und stillen Genießern

Die Handballer des TSVO 800 Zuschauern den Eichenauer SV mit 44:16. Dadurch steigen sie als Meister der Oberliga-Südstaffel direkt in die Regionalliga auf.

Ottobeuren Manch einer aus dem Handball-Umfeld des TSV Ottobeuren (TSVO) mag sich vielleicht noch an den 28. April 2018 erinnern: Es war ein trauriger Tag für den Verein, denn damals stiegen die Männer des TSVO als Tabellen-Vorletzter aus der vierten Liga ab. Nun, acht Jahre später, sind sie dorthin zurückgekehrt – in eben jene vierte Liga, die seinerzeit noch Bayernliga hieß und inzwischen die Bezeichnung Regionalliga trägt. Als in der Dreifachsporthalle beim Ertönen der Schlusshupe der höchst souveräne 44:16 (20:8)-Heimsieg der Ottobeurer gegen den Absteiger Eichenauer SV feststeht, kennt die Begeisterung auf dem Spielfeld und unter den 800 Zuschauern in der vollbesetzten Halle keine Grenzen mehr. Denn jetzt ist klar: Am Ende einer langen Saison stehen die Ottobeurer mit 36:8-Punkten als Meister und Direktaufsteiger fest. Unsere Redaktion hat unmittelbar nach Spielschluss erste Reaktionen von einigen „Ottobeurer Aufstiegshelden“ eingefangen.

  • Aufstiegstrainer Gerd Römer (59)

„Ehrlich gesagt, habe ich während der Saison schon Druck auf die Spieler ausgeübt und ihnen klar gemacht, dass sie gut genug sind, um den Aufstieg zu schaffen. In dem ganzen Trubel heute bin ich eher ein zurückhaltender Genießer.“

  • Rückraum-Spieler Tim Kaulitz (24)

„Wir sind in den letzten Monaten zu einem unfassbar verschworenen Haufen geworden zusammengewachsen. In der kommenden Regionalliga-Saison freue ich am meisten auf die Duelle mit meinem Ex-Verein, dem VfL Günzburg.“

  • Spielmacher Philip Esslinger (23)

„Als ich vor dem Spiel offiziell verabschiedet wurde, war das wirklich sehr emotional für mich. Ich musste die Tränen unterdrücken.“ (Anm. d. Red.: Esslinger wird wegen seines Master-Studiums in Bayreuth künftig wahrscheinlich für HaSpo Bayreuth auflaufen. Als zweiter Abgang steht Niklas Christ fest.) Wir sind dann sehr gut ins Spiel reingekommen. Wir wollten vor unserem Heimpublikum noch einmal ein gescheites Spiel machen.“

  • Kreisläufer Fabian Nägele (27)

„Regionalliga? Da gehören wir hin. Wir werden alles dafür geben, dass wir nächstes Jahr nicht absteigen.“ (dp)

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So haben die TSVO-Männer gespielt

  • Ergebnis: TSV Ottobeuren – Eichenauer SV 44:16 (20:8).
  • Kader TSVO: Torhüter: Lukas Hoffmann, Daniel Laszlo – Feldspieler: Luca Kaulitz (2 Tore), Fabian Nägele (5), Lukas Haug (5), David Willert (3), Moritz Schneider (4), Sven Osterrieder (1), Niklas Christ (4), Tim Kaulitz (1), Daniel Whyte (4), Alexander Rogg (4), Félix Füry (2 Tore/davon 1 Siebenmeter), Philip Esslinger (2), Jakob Mayer (5) und Felix Hegemann (2).
  • Schiedsrichter: Julian Beinlich und René Finsterwalder (beide TSV Schongau).
  • Zuschauer: 800. (dp)